Bis zu vier Jahre Gefängnis für rumänische Luxusdiebe
Innsbruck – Es begann im April im Louis-Vuitton-Geschäft in Kitzbühel. Ein Mann und eine elegant gekleidete Dame betraten das Geschäft und s...
Innsbruck –Es begann im April im Louis-Vuitton-Geschäft in Kitzbühel. Ein Mann und eine elegant gekleidete Dame betraten das Geschäft und sahen sich diverse Stücke der Luxusmarke an. Anschließend fehlten jedoch eine Vuitton-Ledergeldtasche und zwei Sonnenbrillen im Wert von 1720 Euro.
Das ging dann so weiter in Orten wie Wörgl, Seefeld, Imst, Feldkirch oder Bregenz. Erst im Juli konnte den Tätern das Handwerk gelegt werden. Es handelte sich um einen 38-jährigen Rumänen und zwei angeheuerte Damen.
Die Lebensgeschichten der Mitglieder des Trios sind durchaus interessant: Handelt es sich bei dem Mann doch um einen schon in Deutschland und Italien verurteilten Dieb. Die beiden Frauen führten jedoch in Rumänien ein geradezu gutbürgerliches Leben. War die zweitangeklagte 33-Jährige doch als Hotelmanagerin tätig und fuhr ihre 14-jährige Tochter im Range Rover zur Schule. Die 36-jährige Drittbeschuldigte war gar Geschäftsführerin zweier Immobilienfirmen und aquirierte allein für die Vermietung von Immobilien in Rumänien nicht weniger als 2500 Euro.
Trotzdem schlossen sich beide für 300 Euro pro Fahrt der Schmuck- und Luxusgüter-Diebestour des 38-Jährigen an. Ausschließlich Juweliere und Luxusgeschäfte waren ihr Ziel, insgesamt 60.000 Euro betrug die Beute.
Gestern am Landesgericht setzte es dafür für den Organisator vier Jahre unbedingte und für die Damen zwei und zweieinhalb Jahre teilbedingte Haft. (fell)