Standort Tirol

Pistenkilometer: Viele Tiroler Skigebiete verringerten Angaben

Eine neue Berechnungsmethode misst die direkte Falllinie.

Innsbruck - Eine neue Berechnungsmethode der Pistenkilometer, nach der die direkte Falllinie gemessen werden muss, hat viele Tiroler Skigebiete geschmälert. Fast alle hätten laut dem Obmann des Seilbahner-Fachverbands in der Wirtschaftskammer, VP-Abg. Franz Hörl, auf die Neuerung bereits reagiert und ihre Angaben zu den Pistenkilometern im Internet geändert, erklärte er im Gespräch mit der APA.

Ein Artikel der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ („FAS“) hatte im Februar eine Diskussion um die Pistenkilometerangaben in den Tiroler Skigebieten losgetreten. Laut der FAS wurden am Stubaier Gletscher beispielsweise 129 Pistenkilometer versprochen. Jetzt unterscheidet das Skigebiet auf seiner Homepage zwischen Falllinie (62 Kilometer) und effektiver Fahrstrecke (104 Kilometer). Im Skigebiet Hochzillertal gab man laut FAS noch im Februar 181 Kilometer Pisten an, jetzt sind es rund 88 Kilometer. Die Silvretta Arena (Ischgl und Samnaun) setzt auf eine differenzierte Darstellungsweise. So ist auf der Homepage von einer „gefahrenen Länge, sportliche Fahrt“ (283 Kilometer), einer „schrägen Länge, Schussfahrt“ (172 Kilometer) und einer „horizontalen Länge, GPS-Messung“ (163 Kilometer) die Rede.

Die europäische Seilbahnvereinigung habe laut Hörl dieser neuen Berechnungsmethode zugestimmt. Sanktionen für Skigebiete, die sich bei ihren Angaben zu Pistenkilometern nicht an diese Methode halten, gebe es zwar keine, der Fachverband würde sich von ihnen jedoch distanzieren, meinte der Obmann. (APA)