Die „Ötztaler Perlenkette“ wird noch heuer eingefädelt
Insgesamt sechs Standorte für „Infopoints“ wird der Naturpark Ötztal haben. Das Naturparkhaus in Längenfeld ist das Herzstück.
Von Alexander Paschinger
Ötztal –Dass es sich beim Naturpark Ötztal um eine dezentrale Struktur handeln müsse, darauf haben sich die Verantwortlichen schon seit Längerem geeinigt. Sechs Standorte für „Infopoints“ bzw. das Naturparkhaus soll es geben. Der erste Infopoint ist nicht nur räumlich Ambach am Taleingang – auch zeitlich wird dort die erste Einrichtung in Betrieb gehen. „Noch im Dezember“, verspricht der Geschäftsführer des Naturparks Ötztal, Thomas Schmarda. Dort soll ein spektakuläres Relief des Ötztales die Besucher als Erstes in den Bann des 510 km² großen Landschaftsparks ziehen.
Doch auch sonst ist man voll hinter der Realisierung der Struktur, bestätigt der Obmann des Naturparks, der Sölder Bürgermeister Ernst Schöpf: „Der Infopoint auf der Hohen Mut wird nächstes Jahr gemacht, ebenfalls die Einrichtungen in Niederthai und Gries.“ Hinter eine rasche Umsetzung in Vent macht Schmarda noch ein Fragezeichen. Dort wird eine größere Lösung mit dem alten Widum ins Auge gefasst.
Herzstück und – wie Schöpf es nennt – „Nervenzentrum“ des Naturparks soll allerdings das Naturparkhaus in Längenfeld werden. Den Wettbewerb für die Gestaltung der Infozentren im Ötztal entschied LAAC Architekten in Innsbruck für sich. Längenfeld „bietet sich natürlich schon allein mit seiner Lage als Zentrum an“, so Schöpf. „Spannend“ sei das Projekt insofern, ergänzt Schmarda, „weil das Gebäude in einen Schutzdamm hineingebaut wird“. Das Ganze soll beim „Alten Badl“ entstehen. Somit verbinde der Standort zum einen die Naturgewalten, die das Ötztal auch geformt haben, und zum anderen das Wasser, das Längenfeld auch den Aqua Dome beschert hat.
Gerade dieses Projekt steckt aber noch in den Kinderschuhen. Es geht um dorfinterne Abstimmungen, aber auch um die Finanzierung. Denn heuer läuft die EU-Förderperiode aus. Und vor Mitte kommenden Jahres werden die Rahmenbedingungen für künftige Förderungen noch nicht feststehen, befürchtet Schmarda. Deshalb würden nun Ambach und auch die Hohe Mut als Infopoints vorgezogen. „Es wird das ganze Projekt nur ein bisschen verzögern, aber nicht abbremsen.“
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