Gesellschaft

Bergretter ziehen eine positive Bilanz

Von Harald Angerer...

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Die Einsätze wurden mehr, aber die Einsatzdauer kürzer – so die Bergrettung Kitzbühel kürzlich bei ihrer Jahreshauptversammlung zur Bilanz über das abgelaufene Bergrettungsjahr. 30 Einsätze mit 445 Stunden schlugen zu Buche, dazu kommen 20 Ambulanzdienste mit 1120 Stunden und 30 Schulungen mit 1393 Stunden. Unter Sonstiges scheinen weitere 413 Stunden auf.

Besonders die Ambulanzdienste werden immer mehr. Daraus ergibt sich auch eine gute Einnahmequelle für die Bergretter. In Kitzbühel ist es vor allem das Hahnenkammrennen, welches zu Buche schlägt. „Wir hatten heuer wirklich eine ganze Woche mit sehr gutem Wetter, keine Rennabsagen und keine Verkürzten Strecken. Dadurch waren wir mit Hilfe von den benachbarten Bergrettungen voll im Einsatz“, schildert Ortsstellenleiter Florian Haderer den Mitgliedern.

Bei den Einsätzen habe sich über die Jahre auch einiges geändert. „War früher noch der Standardeinsatz im Winter ein verirrter Skifahrer in den Abendstunden, ist der Standardeinsatz mittlerweile im Sommer der Wanderer mit Kreislaufproblemen“, sagt Haderer.

Der Bergrettung Kitzbühel gehören 32 aktive Mitglieder an, darunter sind ein Hundeführer, ein angehender Hundeführer, ein Bergrettungsarzt und insgesamt vier Anwärter. Dazu kommen noch 19 passive Mitglieder. Es gab auch eine Ehrung an dem Abend, Josef Astl jun. wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Großes Lob gab es für die Bergrettung von den Ehrengästen und vor allem von Bezirksleiter Johann Noichl. Die Bergrettung Kitzbühel hatte eine Spende über 10.000 Euro bekommen und diese mit den Nachbarortsstellen geteilt. „Das ist nicht selbstverständlich, hier gilt euch ein großer Dank“, sagt Noichl. Er war auch in Sachen Nachfolgersuche in Kitzbühel unterwegs. Hier hatte er wenig Erfolg. „Ich hätte Florian Haderer gerne als Nachfolger gesehen, doch er will in Kitzbühel bleiben“, sagt Noichl, der nun weiter auf der Suche nach einem neuen Bezirksleiter ist.