Hinterseers Traumjahr: Von der Vienna zum Wacker ins ÖFB-Team
Wacker-Kicker Lukas Hinterseer feierte beim 1:0-Sieg gegen die USA ein gelungenes Debüt im ÖFB-Teamdress. Auch die anderen Neulinge wussten zu überzeugen und ernteten Lob von Teamchef Marcel Koller.
Wien – Hätte man Lukas Hinterseer zu Jahresbeginn 2013 prophezeit, dass er im November im österreichischen Fußball-Nationalteam in der Startelf stehen werde, der Wacker-Kicker hätte demjenigen wohl kopfschüttelnd den Scheibenwischer gezeigt. „Da bin ich gerade von der Vienna zu Wacker Innsbruck gekommen. Da darf man nicht einmal vom Nationalteam reden“, wagte der 22-Jährige nach dem Länderspiel-Debüt beim 1:0-Sieg gegen die USA einen Blick zurück.
„Es ist alles ziemlich schnell gegangen. Hoffentlich geht es so weiter, ich werde weiter hart arbeiten“, sagte der Tiroler. Das Match gegen die Amis stünde nun in seinem Karriereranking ganz oben. Gemeinsam mit dem Liga-Finale im Mai, als Wacker durch einen 3:2-Sieg gegen den WAC den Klassenerhalt schaffte. „Beide Spiele waren Riesenerlebnisse.“
Nervenflattern vor dem Spiel
Ganz so cool wie er sich auf dem Platz präsentierte, war Hinterseer freilich nicht. Eine gewisse Nervosität gestand der Angreifer, der erst als offensiver Mittelfeldspieler, dann als Mittelstürmer agierte, ein. „Das Einschlafen am Montag war schon ein bisschen schwerer. Aber mit dem Anpfiff war die Nervosität weg. Wir haben einen WM-Teilnehmer besiegt, viel besser kann ein Debüt also kaum laufen“, meinte er.
Eingewöhnungsprobleme im neuen Umfeld habe es keine gegeben. „Ich hab schon in Spanien (Trainingskurs in Alicante/Anm.) gemerkt, dass es gut passt. Meine Teamkollegen haben mir zudem bei der Integration sehr geholfen.“
Lob von Teamchef Koller für Debütanten-Quartett
Auch Teamchef Marcel Koller war mit der Leistung seines Tiroler Schützlings zufrieden. „Hinterseer war vor der Pause sehr aktiv. Danach musste er dem Tempo Tribut zollen.“ Neben dem Wacker-Kicker gab es aber auch für die drei weiteren Debütanten - Martin Hinteregger, Philipp Zulechner und Kevin Wimmer - Lob vom ÖFB-Übungsleiter. „Für die Jungen war es wichtig zu sehen, dass sie am Team schnuppern können und dabei sind. Das gibt Motivation für den Club. Jetzt ist es ihre Pflicht, dass sie das im Verein bestätigen. Dann werden wir sie wieder dazu nehmen“, erklärte der Schweizer. (tt.com)
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