Landespolitik

Wirbel um Studie zu Gesundheit

Vergabe an Lienzer Primar ist für Liste Fritz fragwürdig. Tilg widerspricht.

Lienz –Eine Gesundheitsstudie, die vom Land, dem TVB und dem Bezirkskrankenhaus (BKH) Lienz mit insgesamt 177.000 Euro unterstützt wird, sorgt für Debatten. Der Primar der internen Abteilung soll die Auswirkungen eines einwöchigen Aktivurlaubs in Osttirol auf Herz, Kreislauf und andere Körpersysteme untersuchen, lautet der Auftrag. Allerdings nicht im Krankenhaus, sondern in der Wellness-Einrichtung des Grandhotel Lienz, die der Primar ebenfalls leitet.

Die Liste Fritz findet an der Vergabe dieser öffentlichen Gelder allerhand Fragwürdiges, wie Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Osttirol-Sprecher Markus Sint bei einem Pressegespräch in Lienz erklären: „Erstens hätte die Studie laut Bundesvergabegesetz ausgeschrieben werden müssen, zweitens riecht die personelle Verquickung nach Freunderlwirtschaft, drittens ist laut Standortagentur Tirol der wissenschaftliche Nutzen fraglich.“

In einer Anfragebeantwortung verteidigt LR Bernhard Tilg die Fördergelder, die für die Studie fließen. „Bei der gegenständlichen Studie handelt es sich um einen völlig neuen Forschungsansatz“, so Tilg. Das Grandhotel sei das einzige Hotel mit entsprechenden Einrichtungen, die Doppelfunktion des Primars sei nicht problematisch. (co)