Markt

Christkind gibt 1,9 Mrd. Euro aus

Im heurigen Weihnachtsgeschäft sollen die Umsätze um 2,2 Prozent nach oben klettern, Internet wird harte Konkurrenz für den Handel.

Wien, Innsbruck –Das Christkind dürfte heuer die Kassen laut klingeln lassen. Wie aus den Prognosen des Marktforschungsinstitutes RegioPlan hervorgeht, sollen heuer im Weihnachtsgeschäft die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent zulegen. „Wir gehen davon aus, dass sich die Weihnachtsumsätze 2013 auf rund 1,9 Milliarden Euro belaufen werden“, sagt Wolfgang Richter, Geschäftsführer von RegioPlan Consulting. Unter dem Weihnachtsgeschäft versteht man jenes Umsatzplus, das im Dezember zusätzlich zu einem Durchschnittsmonat sowohl im Internet als auch im traditionellen Handel erwirtschaftet wird.

Insgesamt stieg der Umsatz im Handel in den ersten zehn Monaten 2013 um nur 1,6 Prozent und lag damit klar unter der bisherigen Inflationsrate, was für den Handel unterm Strich ein reales Minus bedeutet. Laut den RegioPlan-Analysen dürfte aber auch der Geschenke-Umsatz vor Weihnachten nicht ausreichen, um den heimischen Geschäften zum Jahresende noch eine schwarze Null zu bescheren.

Auch beim Einkauf von Geschenken spielt das Online-Shopping laut RegioPlan eine immer größere Rolle. Im heurigen Jahr sind bislang neun Prozent des Handelsumsatzes im Internet abgewickelt worden, umgelegt auf das Weihnachtsgeschäft wären dies rund 170 Mio. Euro. Im Vorjahr haben die Tiroler im Vergleich knapp 150 Mio. Euro für Geschenke ausgegeben. Traditionell hat im Advent der Bekleidungshandel mit einem Plus von 340 Mio. Euro Hochsaison, gefolgt vom Elektrohandel mit 255 Mio. Euro an Weihnachtsumsatz. (TT, APA)