Die gute Sache sprengt Ortsgrenzen
Von Michaela Spirk-Paulmichl...
Von Michaela Spirk-Paulmichl
Inzing –Wann immer Christl Scharmer aus Inzing „ihre“ Damen in den vergangenen 16 Jahren um Hilfe bat, sie wurde nie enttäuscht. Und so trafen sich auch dieses Mal 30 Frauen aus dem Ort, aber auch von außerhalb, um bis spät in die Nacht hinein gemeinsam für die gute Sache zu arbeiten. Ein Ort hilft zusammen, über seine Grenzen hinaus.
Die gute Sache, das ist die Finanzierung von Hilfstransporten für das rund 1100 Kilometer entfernte Satu Mare in Rumänien. Christl Scharmer und ihre vielen Helfer organisieren nicht nur regelmäßige Sammlungen von allerlei Nützlichem für Menschen, denen selbst das Nötigste fehlt. Auch die Fahrt muss bezahlt werden, 2000 Euro kostet ein Transport mit zwei vollen Containern aus Tirol. Um das Geld dafür hereinzubekommen, fertigten die Helfer in den vergangenen Tagen Adventkränze, Gestecke und vieles mehr an, die heute Freitag (9 bis 17 Uhr) und morgen Samstag (9 bis 12 Uhr) unter dem Gemeindeamt in Inzing zum Verkauf angeboten werden. Etwa 140 Kränze und Adventgestecke sind dabei entstanden. Die Älteste unter den Helferinnen ist bereits über 80 Jahre alt, „sie ist eine geschickte Kranzlbinderin“, so Christl Scharmer. Andere Frauen gossen Kerzen, steuerten Dekorationsmaterial bei oder fertigten Weihnachtskarten an, und wer selbst kein Geschick zum Basteln hat, leistete seinen Beitrag, indem er die anderen Frauen in dem ungeheizten Raum des Inzinger Jugendhauses mit Tee oder Kuchen versorgte.
Im vergangenen Sommer konnten die Inzinger ihren 200. Hilfstransport auf Reisen schicken, zu der aus diesem Anlass organisierten Feier traf eine Delegation aus Rumänien in Inzing ein, unter ihnen Vertreter der Partnerorganisationen der Caritas Tirol in Satu Mare. Wer einen der nächsten Hilfstransporte (der inzwischen 206. fährt im Dezember los) unterstützen will: Konto 37 722 774, Raika Inzing, BLZ 36336.
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