Diamantenhändler neuer Benko-Partner bei Karstadt? Signa dementiert
Laut einem deutschen Magazin reicht Benko einen Teil seiner im September erworbenen Anteile an Karstadt an den israelischen Milliardär Steinmetz weiter. Benkos Signa dementierte den Bericht.
Innsbruck – Der Tiroler Immobilieninvestor Rene Benko bekommt laut dem deutschen „manager magazin“ einen neuen Partner bei Karstadt. Der israelische Diamantenhändler Beny Steinmetz werde neuer Miteigentümer der Kartstadt-Luxusmarke und der Sporthäuser. Mitte September hat Benkos Signa Gruppe die Mehrheit von 75,1 Prozent an den Karstadt Edel- und Sporthäusern übernommen. Teil des Deals war eine Geldspritze für die Modernisierung und Stärkung aller Karstadt-Häuser von 300 Millionen Euro. Die Hälfte seiner Anteile reiche Benko nun weiter an Steinmetz. Nach Informationen des „manager magazins“ übernehme Steinmetz jeweils 37,55 Prozent an der Premium- und Sportsparte. Das Magazin beruft sich dabei auf eine Aufsichtsratsvorlage von Benkos Gesellschaft Signa.
Komplette Karstadt-Übernahme?
Zur Signa gehören 28 Sporthäuser sowie die Edelkaufhäuser Alsterhaus in Hamburg, KaDeWe in Berlin und Oberpollinger in München. Ende vergangenen Jahres hatte Signa für mehr als 1,1 Milliarden Euro bereits die Immobilien des KaDeWe und von 16 weiteren Kaufhäusern erworben. Oberpollinger und weitere Karstadt-Immobilien gehören der Signa-Gruppe schon länger. Insgesamt besitzt Signa derzeit 21 Karstadt-Immobilien.
Des Weiteren berichtet das Magazin, dass Signa und Steinmetz die Option haben sollen, für einen Euro 75,1 Prozent der kriselnden Karstadt-Stammgesellschaft mit seinen 83 Warenhäusern zu übernehmen. Das Unternehmen, das Nicolas Berggruen gehört, kommentierte dies zunächst nicht. Anders als bisher bekannt, werde Berggruen von Signa und Steinmetz üppig entschädigt, heißt es in dem Bericht weiter.
Signa dementiert Anteilsweitergabe
Die Signa Prime dementiert den Bericht des deutschen „manager magazins“ umgehend. „Die BSG-RE (Anmerk.: Benny Steinmetz) ist seit fast einem Jahr einer von zahlreichen Investoren bei der Signa-Gruppe. Dies wurde in einer Pressemitteilung bereits am 18. Januar 2013 bekanntgegeben. Es ist also nicht richtig, dass ‚nun‘ Anteile ‚weitergereicht‘ oder verkauft würden“, heißt es in einer Aussendung der Signa Holding. Die weitere Vorgangsweise bei Karstadt wollte Signa-Sprecher Robert Leingruber auf APA-Anfrage nicht kommentieren. (tt.com/dpa/APA)
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