Gesellschaft

UN rufen Russland zu Milde bei Greenpeace-Aktivisten auf

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Ban Ki Moon: Auch Bürgergesellschaften spielen sehr große Rolle.

Warschau - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat Russland aufgerufen, gegenüber den festgenommenen Greenpeace-Aktivisten Milde walten zu lassen. Er hoffe, dass die russischen Behörden den Fall wohlwollend und verständnisvoll betrachteten, sagte Ban am Donnerstag am Rande der UN-Klimakonferenz in Warschau. Nicht nur Unternehmen und Regierungen seien wichtig, auch Bürgergesellschaften spielten eine sehr große Rolle, sagte Ban. Dazu gehöre auch Greenpeace.

Russland hatte Mitte September 30 Greenpeace-Aktivisten festgenommen, die sich bei einer Protestaktion mit einem Eisbrecher der russischen Bohrinsel „Priraslomnaja“ in der Arktis genähert hatten. Die ursprüngliche Anklage wegen Piraterie ließen die russischen Behörden fallen und werfen den Umweltschützern nun Rowdytum vor. Zwischenzeitlich wurden mehrere Aktivisten gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt.

Am Freitag soll der Internationale Seegerichtshof in Hamburg über den Vorfall urteilen. Die Niederlande fordern vor dem Tribunal die Freilassung der Greenpeace-Mitglieder und argumentieren, die Beschlagnahmung des Greenpeace-Schiffes „Arctic Sunrise“ sei illegal. Das Schiff ist in den Niederlanden registriert. (APA/Reuters)