Unbekannter entsorgte zwei Wildkadaver unter Sillbrücke
Am Sillufer fand ein Spaziergänger am Donnerstag die Kadaver eines Rehs und einer Hirschkuh.
Innsbruck – Zwei Tierkadaver in der Sillschlucht beschäftigen seit Donnerstag die Pradler Polizei: „Ein Spaziergänger hat die Rehgeiß und die Hirschkuh gegen zehn Uhr gefunden“, sagt ein Beamter: „Die Tiere wurden laut Aufsichtsjäger gewildert.“ Das beweisen auch die Einschusslöcher in den Hälsen der Kadaver. Welche Waffe der Täter verwendete, wird derzeit von den Spurenexperten der Polizei untersucht. Die Einschüsse im Halsbereich zeigen auch, dass es sich beim Wilderer um einen guten Schützen handeln dürfte.
Von den Tieren blieb fast nichts mehr übrig – der Täter hat das Wildbret ausgelöst und mitgenommen.
Die Polizei geht davon aus, dass die Sillschlucht nicht der Tatort für den Wildfrevel war: „Wie’s ausschaut, hat der Wilderer die Kadaver von der Autobahnbrücke beim Zenzenhof geworfen“, vermutet der Polizeibeamte.
In welchem Revier die Rehgeiß und die Hirschkuh geschossen wurden, ist daher noch Gegenstand der Ermittlungen. (tom)