Vom Lernen in der Baracke hin zur Schule mit Zukunft
Vor 60 Jahren besuchten die ersten Kinder die damalige Hauptschule Sillian. Heute präsentiert sich das Zentrum als moderne Mittelschule.
Von Catharina Oblasser
Sillian –Es gab Zeiten, da fürchteten Eltern, dass eine Hauptschulbildung ihre Kinder zur Landflucht ermutigen könnte. So war es vor 60 Jahren in Sillian, als die damalige Hauptschule mit fünf Klassen ihre Pforten öffnete. Die Befürchtungen legten sich in gleichem Maße wie die Schülerzahlen stiegen. Zeitweilig mussten die vielen Kinder sogar in Holzbaracken unterrichtet werden, die man sich von der Baustelle der Felbertauernstraße auslieh. 1973 wurde die Hauptschule um 40 Millionen Schilling neu gebaut. Nun, nach weiteren 40 Jahren, strahlt sie nach einer umfassenden Sanierung in neuem Glanz als „Neue Mittelschule (NMS)“.
Bei der gestrigen feierlichen Wieder-Eröffnung im Beisein von Bildungslandesrätin Beate Palfrader ließ BM Josef Mair, Obmann des Hauptschulverbandes Pustertal, die letzten Jahre noch einmal Revue passieren. „Der Umbau war nicht leicht, denn er verlief teils parallel zum Unterricht“, so Mair. Insgesamt waren 7,6 Millionen Euro aufzubringen, von denen das Land einen Teil übernahm. Der Bau der Architekten Jungmann, Madritsch und Pfurtscheller bietet nun ein gutes Umfeld für 297 Kinder in insgesamt 15 Klassen.
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