Landespolitik

Innsbrucker Gemeinderat kippt Tram-Ast in die Peerhöfe

Überraschung im gestrigen Gemeinderat in Innsbruck. Der Tram-Ast in die Peerhöfe wird nicht realisiert.

Innsbruck - Es war eine bittere Niederlage für Gelb-Grün (und der freie Abgeordneten Moser) am Donnerstag zu mitternächtlicher Stunde im Innsbrucker Gemeinderat. Stimmte doch eine Mehrheit von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Liste Federspiel und Pirat für die sofortige Einstellung aller Planungs- und Bauarbeiten für den umstrittenen Straßenbahnast im Westen Innsbruck zu den Peerhöfen. Dass ausgerechnet die SPÖ aus dem Koalitionsboot ausstieg, war letztlich ursächlich für das Scheitern der Befürworter Für Innsbruck und Grünen.

Als Hauptgründe wurden der Widerstand einer Bürgerinitiative gegen das Projekt und der Kosten von zwölf Millionen Euro genannt. Vorerst nahmen BM Christine Oppitz-Plörer und die für Verkehr zuständige Vize-BM Sonja Pitscheider das Votum des Gemeinderates mit Fassung zur Kenntnis.

„Das Projekt ist inhaltlich und finanziell unausgegoren und so nicht beschlussreif“, meinte VP-Stadtrat Franz X. Gruber am Freitagvormittag in einer Presseaussendung. Alternativen zum Straßenbahnast in die Peerhofsiedlung seien nur unzureichend geprüft worden. „Für einen Pendelbus oder Verlängerungen bestehender Buslinien liegen nur grobe Kostenschätzungen und keine verlässliche Berechnung samt der zu erwartenden Betriebskosten vor. Die begleitende Kontrolle wurde für die bisherigen Planungsarbeiten nicht durchgeführt. So bleiben alle Fragen der Sinnhaftigkeit und der Finanzierung offen.“

An der Gesamtumsetzung der Straßenbahn werde die ÖVP, wenn die begleitende Kontrolle zur Sicherung des Projektes eingesetzt wird, weiter festhalten. (TT, mami)