Alfa Giulietta Veloce: Ästhetik trifft Sportlichkeit
Julchen hat sich in Designerware geworfen. Als „Veloce“ zieht sie in Titaniumgrau-Optik die Blicke auf sich – und geizt beim Preis.
Von Reinhard Fellner
Innsbruck –Wahre Qualität zeigt sich oft erst nach Jahren. Dies gilt für die Materialien wie auch für das Design. So hat Alfa Romeos Giulietta auch drei Jahre nach ihrer Präsentation noch heute den großen Auftritt und wirkt stimmiger denn je.
Ist die ästhetische Italienerin mit der Figur einer Skulptur doch mittlerweile zum Fixstern eines jeden Straßenverschönerungsvereins geworden. Dennoch beweisen die Mailänder, dass auch ein Model noch etwas Schminke vertragen kann: „Veloce“ heißt da die neue Ausstattungsvariante, die der Giulietta mit Details in Titaniumgrau eine sportliche Kühle verleiht. Schon allein die 17-Zoll-Speichenfelgen im Aero-Design sind ein Hingucker – und zwecks Straßenlage mit 225/45ern bestückt.
Auch im Innenraum geht es bis zum „Dark Ambiente“-Dachhimmel sportlich dun-kel weiter. Dies passt alles hervorragend zum Charakter des Alfa. Ist der doch noch immer einer der am freudvollsten zu fahrenden Kompaktwagen.
Ein mustergültiges Fahrwerk mit höchsten Reserven giert hier geradezu nach Kurven. Diese lassen sich mit der traumhaft präzise und direkt agierenden Lenkung auch millimetergenau anfahren.
Ein Glückspilz, wer dies des Öfteren auf Landstraßen auskosten kann. Aber auch in der Stadt und auf der Autobahn (stoischer Geradeauslauf) macht die Giulietta dank ihres schönen Restkomforts eine gute Figur.
Überraschend wacker schlug sich in diesem Umfeld übrigens im TT-Test die gefahrene 120-PS-Benziner-Variante. Der 1,4-Liter-Turbo-Benziner, der in seiner zweiten Ausbaustufe auch für 170 PS gut ist, zeigt sich überaus spritzig und antrittsstark. Der sonore Klang passt dabei perfekt zum Alfa.
Speziell im Dynamikmodus der dreistufigen Fahrdynamikregelung „dna“ fühlt sich das Aggregat eher nach 140 PS an und verlangt eigentlich nie nach mehr (0 auf 100 km/h in 9,4 Sekunden).
Einziger Wermutstropfen zum Diesel: Wer den Alfa bestimmungsgemäß bewegt, wird selten unter acht Liter verbrauchen – über Land reichen aber auch sechs. Geiz und Knauserei liegt aber ohnehin selten im Wesen der Alfisti. Sie erfreuen sich lieber an der wunderschönen Instrumententafel und der sauberen Verarbeitung.
Zudem ist der „Veloce“ in seiner 120-PS-Version mit 22.210 Euro spitz kalkuliert. Der Einstieg beginnt mit 21.470 Euro (105 PS). Die Diesel verlangen nach 24.150 (105 PS) und 27.510 Euro (170 PS). Wer über Alfa least, genießt zudem fünf Jahre Garantie.
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