Maut im Unterland im Visier
Tirol wehrt sich gegen Sondermaut und Vignettenkontrolle.
Innsbruck –Ab 1. Dezember wird in Kufstein die Vignette kontrolliert. Kurz davor soll ein Mautgipfel SP-Verkehrsministerin Doris Bures überzeugen, die Kontrollen weiter auszusetzen. Bei Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl machten sein Tiroler Pendant, Jürgen Bodenseer, und LH Günther Platter am Donnerstagabend in Wien für Tiroler Themen mobil. Leitl ist Mitglied im Koalitionsverhandlungsteams. Bodenseer schlägt vor, eine generelle Mautfreiheit auf den ersten zehn Autobahnkilometern ab der Einreise nach Österreich einzuführen.
Tirol will außerdem, dass der Sonderzuschlag für die Maut im Unterinntal wieder fällt. Dieser wurde zur Finanzierung des Brennerbasistunnels staffelweise eingeführt. „Tirol ist das einzige Bundesland, in das der Wirtschaftsverkehr nur mit Sondermauten einfahren darf“, ärgert sich Bodenseer. Die EU habe den Finanzierungsanteil des Brennerbasistunnels erhöht, der Mautzuschlag sei deshalb nicht mehr nötig, argumentieren Platter und Bodenseer.
Der Eintracht zwischen den beiden war scharfe Kritik der Wirtschaftskammer vorausgeeilt. Bodenseer beschwerte sich über zu viel Bürokratie und vermisste eine wirtschaftsfreundliche Gesinnung in der Landes- und Bundesregierung. (TT)
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