Gesellschaft

Feuerwehrplatz wird zur Freizeitzone

Die Auflösung der Kapfinger Wehr sorgte für Debatten. Anstelle der Feuerwehrgarage ist u. a. ein Spielplatz geplant.

Von Margret Klausner

Fügen –Es war ein heißes Eisen, das der Bürgermeister von Fügen, Walter Höllwarth, vor rund eineinhalb Jahren in seiner Gemeinde in die Hand nahm. Der Dorfchef trieb die Zusammenlegung der Feuerwehren in seiner Gemeinde mit Vehemenz voran – und machte sich keine Freunde, als er die Feuerwehr des Ortsteils Kapfing und den Löschzug Klein-Boden mit der Feuerwehr Fügen zusammenschloss.

Kosteneffizienz und Bündelung von Ressourcen nannte Höllwarth damals als Gründe für diesen unpopulären Schritt und untermauerte sie mit Zahlen. Rund 700.000 Euro wären demnach notwendig gewesen, um die beiden kleinen Wehren wieder auf den neuesten technischen Stand zu bringen.

Trotz aller Widerstände – unter anderem auch von Seiten Fügenbergs – gelang die Fusion und die Wogen sind heute wieder geglättet. Doch in der Gemeinde stellte sich die Frage, was mit dem alten Feuerwehrhaus passieren soll. „Eigentlich ist es ja nur eine Doppelgarage“, erklärt dazu Bürgermeister Walter Höllwarth.

Doch der Gemeindechef wollte nichts gegen den Willen der Kapfinger umgestalten und rief per Gemeindezeitung die Bürgerinnen und Bürger des Ortsteils auf, ihre Ideen für die Nutzung des Platzes einzubringen. „Allerdings erhielten wir nicht eine einzige Rückmeldung“, wie Höllwarth informiert. Für ihn allerdings kein negatives Zeichen, denn das heiße für ihn, dass die Kapfinger der Gemeinde ihr Vertrauen schenken.

Inzwischen wurde daher eine Studie zur Gestaltung des Platzes in Auftrag gegeben, die kürzlich in der Gemeindeversammlung präsentiert wurde. „Die Garage wird entweder noch heuer, aber spätestens nächstes Jahr abgerissen“, informierte Höllwarth. Aus dem Platz selbst soll eine Freizeitzone für die Kapfinger werden, geplant sind eine Art Spielplatz, eine Ruhezone und ein Infopoint der Gemeinde. Auch das soll im kommenden Jahr realisiert werden.