Kunststraße sorgt für Bewegung
Bei der Eröffnungsfeier der Kunststraße Imst zeigten sich die Redner einig: Die Bezirksstadt ist Schauplatz für eines der größten Kulturereignisse Tirols.
Imst –In Zusammenhang mit der 13. Auflage der Kunststraße in Imst von einem der größten Kunstereignisse in Tirol zu sprechen, ist wahrlich keine Übertreibung. Darin waren sich die Festredner im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten am Freitagabend im Stadtsaal Imst einig.
Bürgermeister LA Stefan Weirather verglich die Kunststraße mit einem zarten Pflänzchen, dessen Anlage (Idee) dazu angetan war, zu etwas ganz Großem heranzuwachsen. Und das sei die Kunststraße nun auch als nicht mehr wegzudenkende Kultureinrichtung der Stadt Imst und Tirols.
Kulturreferentin Sandra Friedl-Dablander zeigte sich einmal mehr angetan vom enormen Publikumsinteresse und vom unermüdlichen Engagement der beiden „Kunststraßemacherinnen“ Alexandra Rangger und Gabriella Schatz. Für LA Gerhard Reheis bietet die Kunststraße in ihrer Vielfalt die beispiellose Möglichkeit, Kunst niederschwellig erreichbar zu machen.
Festredner Frizzey Greif ließ die Zuhörer in bodenständiger Manier wissen, was Kunst sei und gab den zahlreich anwesenden Künstlern den Rat, mit Prügeln, welche man ihnen vor die Füße werfe, Brücken zu bauen.
Damit genug der Worte und die Kunst hatte das Sagen. In einer beeindruckenden Performance zeigte die Tänzerin und Choreografin Tamara Kaufmann – sie war für die Inszenierung der Eröffnung der Ski-WM in Schladming verantwortlich – Tanzkunst auf höchstem Niveau. Vokale Sangeskunst wurde von der Formation woXang beigesteuert.
Dass sich bei der unter dem Motto „Bewegung“ stehenden Kunststraße, die an den Wochenenden bis 8. Dezember läuft, allerhand bewegt, dafür haben Alexandra Rangger und Gabriella Schatz wahrlich gesorgt. 23 Galerien bzw. zu Galerien umfunktionierte Räumlichkeiten und sieben öffentliche Plätze werden von 140 Künstlern, Musikern und Tänzern auf vielfältigste Art und Weise bespielt. Im Rahmen von insgesamt 21 Rahmenveranstaltungen werden literarische, musikalische und der Performance-Kunst zuzuordnende Auftritte zu sehen sein. Der „Wortraum“ um Annemarie Regensburger feiert sein zehnjähriges Bestehen und meldet sich ebenfalls zu Wort. Selbst die Johanneskirche wird zum Spielort für zeitgenössische Musik und Video-Art. Mit einer Bodypainting Performance will man eine neue Publikumsschicht erreichen. Selbstverständlich ist auch wieder Platz für die Aktion „KINDL(ICH)T“. Knapp 400 Kinder und Jugendliche präsentieren ihre Werke in Schaufenstern entlang der ganzen Kunststraße. Für „Künstler-Nachwuchs“ ist somit gesorgt. (hau)
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