Penz/Fischler retteten Österreichs Rodel-Ehre in Igls
Die beiden Tiroler landeten beim Heimweltcup in Igls hinter den beiden deutschen Paarungen Eggert/Benecken und Wendl/Arlt auf Platz drei. In der Teamstaffel reichte es für Österreichs Rodler am Sonntag nur zu Platz fünf.
Igls - Peter Penz/Georg Fischler haben am Sonntag beim Heimweltcup der Kunstbahnrodler in Innsbruck/Igls Österreichs Ehre gerettet und im Doppelsitzerbewerb den dritten Platz und damit den erhofften Podestrang geholt. Die zweifachen Olympiasieger Andreas und Wolfgang Linger wurden Fünfte. Die großen Erwartungen für die erstmals olympische Team-Staffel wurden nicht erfüllt, Österreich belegte Platz fünf.
Der Sieg ging in beiden Rennen an Deutschland: Im Doppelsitzer drehten Toni Eggert/Sascha Benecken das Ergebnis vom Weltcupauftakt in Lillehammer um und siegten in 1:21,016 Minuten vor ihren Landsmänner Tobias Wendl/Tobias Arlt. In der Team-Staffel war Deutschland mit Natalie Geisenberger, Felix Loch und Eggert/Benecken eine Klasse für sich und gewann in 2:11,798 vor Kanada und Italien
Schwierigstes Igls-Rennen seit Jahren
„Das war sicher das schwierigste Rennen in Igls seit langem“, bekannte der 29-jährige Stubaitaler Penz im Ziel, nachdem er mit seinem Partner Fischler in Igls schon im Vorjahr Dritter geworden war. Die weichen Bedingungen in der Bahn aufgrund des heftigen, nasskalten Schneefalls liegen den österreichischen Rodlern mit ihrem Material nicht. Noch dazu konnte Penz wegen einer Leistenzerrung in dieser Woche nur bedingt voll trainieren.
Umso glücklicher war Penz im Ziel, denn beim Weltcupauftakt eine Woche zuvor in Lillehammer war es für die beiden nicht nach Wunsch gelaufen. Sie waren über Rang neun nicht hinausgekommen. „Wir haben uns aber keinen Druck gemacht“, sagte Penz und atmete auf: „Jetzt wissen wir, dass unsere Leistung passt, dass wir wieder ganz vorne mitfahren können.“
Für die zweifachen Olympiasieger Linger/Linger, die in Lillehammer den dritten Platz holten, reichte es auf ihrer Heimbahn nur zu Rang fünf. Im ersten Lauf griffen sie beim Material etwas daneben, im zweiten mussten sie vor einer „Kehrpause“ starten und hatten schlechte Bahnbedingungen. „Es war extrem schwierig“, analysierte Wolfgang Linger, „wir haben sicher Vollgas gegeben, hatten aber null Chancen, mehr herauszuholen.“ Das Nachwuchsdoppel mit Thomas Steu und Lorenz Koller belegte den 13. Rang.
Bedingungen schlecht für ÖRV-Material
In der abschließenden Team-Staffel in Igls hat Österreich mit einem weiteren Platz am Podium spekuliert, am Ende wurde es aber nur Rang fünf. „Was da genau passiert ist, müssen wir erst analysieren. Sicher ist, dass die nasskalten Temperaturen und dieser feuchte Schneefall Bedingungen schaffen, die unserem Material nicht ganz liegen“, kommentierte der österreichische Rodel-Nationaltrainer Rene Friedl.
Ansonsten war Friedl mit den Leistungen in Igls wie schon eine Woche zuvor mit denen beim Weltcup-Auftakt in Lillehammer sehr zufrieden: „Der Podestplatz für Penz/Fischler ist super. Es freut mich für sie, denn nach ihrem neunten Platz zu Saisonbeginn hatten sie schon große Selbstzweifel. Bei den Damen ist Nina Reithmayer in dieser Saison wieder in der Weltspitze angekommen, ein Podestplatz für sie ist jetzt jederzeit wieder möglich. Und bei den Herren ist eine klare Aufwärtstendenz zu erkennen.“
Der Weltcup wird am kommenden Wochenende in Winterberg (GER) fortgesetzt, ehe es vor Weihnachten noch nach Übersee zu den Rennen in Whistler (CAN) und Park City (USA) geht. (APA)
Rodel-Weltcup in Igls, Doppelsitzer
1. Toni Eggert/Sascha Benecken (GER) 1:21,016 Minuten
2. Tobias Wendl/Tobias Arlt (GER) +0,083 Sekunden
3. Peter Penz/Georg Fischler (AUT) 0,283
5. Andreas und Wolfgang Linger (AUT) 0,428
13. Thomas Steu/Lorenz Koller (AUT) 0,813
Weltcup-Gesamtwertung (nach 2 von 9 Wettbewerben)
1. Eggert/Benecken und Wendl/Arlt 185 Punkte
3. Linger/Linger (AUT) 125
5. Penz/Fischler (AUT) 109
8. Steu/Koller (AUT) 80
Teamstaffel, Endstand
1. Deutschland (Geisenberger, Loch, Eggert/Benecken) 2:11,798 Minuten
2. Kanada (Gough, Edney, Walker/Snith) +0,374 Sekunden
3. Italien (Gasparini, Fischnaller, Oberstolz/Gruber) 0,468
5. Österreich (Nina Reithmayer, Reinhard Egger, Penz/Fischler) 0,841.
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