Russischer Schwulenclub bat Putin nach Angriffen um Schutz
Vandalen zerstörten das Dach eines Clubs in Moskau. Der Polizei wird Untätigkeit vorgeworfen.
Moskau – Nach Angriffen auf Gäste und Personal hat der Betreiber eines der größten russischen Schwulenclubs Kremlchef Wladimir Putin um Schutz gebeten. Etwa 100 Rowdys hätten das Dach der Disco „Central Station“ in Moskau zerstört und elektronische Geräte gestohlen, schrieb Andrej Lischtschinski in einem am Wochenende veröffentlichten Brief an Putin.
Darin wirft Lischtschinski der Polizei vor, sie sei untätig geblieben. Dies sei der Höhepunkt von Hassattacken gegen den Club gewesen. Er wende sich an Putin, da der Präsident mehrmals die Rechte sexueller Minderheiten in Russland betont habe.
Kurz vor den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi werfen Menschenrechtler und Aktivisten der Führung in Moskau „Homophobie“ vor. Diese habe zu einer Zunahme von Übergriffen auf Schwule und Lesben geführt. Putin hatte im Sommer per Gesetz verbieten lassen, vor Jugendlichen positiv über Homosexualität zu sprechen. (dpa)