30 Spiele manipuliert? Staatsanwalt ermittelt auch gegen Gattuso
Im Zuge des italienischen Manipulationsskandals ist der ehemalige Milan-Star Gennaro Gattuso ins Visier der Staatsanwälte geraten.
Rom - Die Staatsanwälte der norditalienischen Stadt Cremona ermitteln über 30 mutmaßlich manipulierte Serie-A-Matches. Trotz der Untersuchungen wegen Absprachen und illegaler Wetten, die seit 2011 in Italien im Gange sind, seien auch in dieser Saison Fußballmatches manipuliert worden.
„Alles ist wie immer weitergegangen“, klagte der Staatsanwalt von Cremona, Roberto De Martino, bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Die beiden Verhafteten, Francesco Bazzani und Salvatore Spadaro, boten Matches an, die manipuliert werden konnten und verlangten dafür bis zu 700.000 Euro.
Zu den verdächtigen Spielen zählen laut De Martino das Spiel Palermo gegen Inter, das am 28. April 2013 mit 1:0 geendet hat. Der Ex-Palermo-Coach Giuseppe Sannino bestritt jedoch, dass das Match manipuliert worden sei.
Gennaro Gattuso und Cristiano Brocchi, beide Ex-Nationalspieler, sollen mit mindestens zwei Personen in Verbindung stehen, die am Dienstag wie zwei weitere Männer wegen des Verdachts der Spielmanipulation verhaftet worden sind.
Der Manager Gattusos, Andrea D‘Amico, wies die Vorwürfe gegen seinen Mandanten zurück. „Gennaro ist aus allen Wolken gefallen. Er begreift nicht, wie sein Name mit den Ermittlungen in Verbindung gebracht worden ist“, sagte D‘Amico im Gespräch mit Sky TG24. (APA)