Notarzt soll bald an der Autobahn die Stellung halten
Die Rotkreuz-Bezirksstelle Innsbruck-Land sowie der Notarzt sollen 2014 eine neue Heimat direkt an der Brennerautobahn bekommen.
Von Denise Daum
Schönberg –Mehrere Jahre war die Tankstelle kurz vor der Mautstelle Schönberg an der A 13 verwaist. Vor Kurzem fuhren nun die Bagger auf, der Rückbau ist im vollen Gange. Denn das Grundstück soll bald eine neue Bestimmung bekommen. Die Bezirksstelle Innsbruck-Land des Roten Kreuzes plant dort ein neues Gebäude für die Bezirksverwaltung, die derzeit in der Ortsstelle Steinach beheimatet ist. Ebenfalls übersiedeln soll dann auch der Schönberger Notarztstützpunkt – und das freut Bezirksstellengeschäftsführer Hannes Kuen besonders. „Einsatztaktisch hervorragend“ nennt er den geplanten Standort. „Wir sind dann wohl in Österreich die Einzigen, die den Notarzt direkt an der Autobahn haben“, sagt Kuen. Außerdem soll auch ein Aufenthaltsort für jene Mitarbeiter errichtet werden, die nachts für flächendeckende Fahrten bereitstehen.
Überlegungen zu einem neuen Stützpunkt gebe es schon länger, bald laufe der Mietvertrag des aktuellen Standorts im Schönberger Dorfzentrum aus. Oberste Priorität hatte für Kuen und den Bezirksstellenleiter Günther Ennemoser, dass der Notarzt in Schönberg als zentralem Ort bleibt.
„Von dem Unternehmen Eni konnten wird zu günstigen Bedingungen das Grundstück erwerben“, sagt Kuen, der sich über den Kaufpreis ausschweigt. Der Baustart solle im Frühjahr nächsten Jahres erfolgen. „Einige Genehmigungen stehen noch aus, die grobe Planung ist erfolgt.“ Rund 800.000 Euro seien für den Bau veranschlagt.
Von Seiten der Gemeinde Schönberg sind die Weichen für das Projekt bereits gestellt. „Der Widmung hat der Gemeinderat zugestimmt. Wir begrüßen und unterstützen das Vorhaben, soweit wir können“, erklärt Bürgermeister Hermann Steixner. Auch er hebt die Wichtigkeit eines Notarztstützpunkts in Schönberg hervor.
Das Vorhaben stößt auch bei der Asfinag durchaus auf Interesse. „Ein Notarztstützpunkt direkt an der Autobahn ist sicher ein Zugewinn an Sicherheit“, sagt Martin Kirchmair von der Asfinag. Man sei in Gesprächen mit dem Roten Kreuz und müsse Gestaltungsdetails noch klären. Die Zufahrt von der Autobahn dürfe jedenfalls nur im Einsatzfall benützt werden, betont Kirchmair. Erreicht werden könne der neue Stützpunkt bei Privatfahrten ausschließlich über die Schönberger Gemeindestraße.