Standort Tirol

Theurl gegen Liftmonopol in Osttirol: „Sonst trete ich zurück“

Die Lienzer Bergbahnen müssen beim TVB und der Stadt bleiben, fordert der TVB-Obmann. Die Touristiker segneten Geldspritze ab.

Von Catharina Oblasser

Lienz –„Zappenduster“ würde es in Osttirol werden, wenn die Lienzer Bergbahnen AG, die der Stadt Lienz und dem Tourismusverband (TVB) gehören, verkauft würden – und zwar an jenen Liftbetreiber, der bereits fast alle Osttiroler Bergbahnen besitzt: Heinz Schultz. So lautet zumindest die Einschätzung des obersten Touristikers im Bezirk, des TVB-Obmanns Franz Theurl. „Wenn ein Monopol kommt, dann lege ich mein Amt zurück“, sagte er bei der TVB-Vollversammlung am Dienstagabend. Damit reagiert der Obmann auf Vorschläge aus den Reihen des Aufsichtsrates, die Lienzer Bergbahnen zu privatisieren.

Bis auf Weiteres besteht diese Gefahr aber nicht. Die Vollversammlung stimmte für die 1,5 Millionen Euro, die über Aktienzeichnungen der Bergbahnen AG neues Geld zukommen lassen. Das ist nötig, um die neue Beschneiungsanlage am Zettersfeld zu bezahlen.

Gerhard Föger, Leiter der Tourismusabteilung des Landes, ist zufrieden, dass die Aktienzeichnung unter Dach und Fach ist. „Man braucht im Tourismus bestimmte Infrastrukturen, wie etwa diese Beschneiungsanlage“, meinte Föger. Was ihm daran nicht passt: „Die aberwitzige und unmoralische Sache mit dem Pachtschilling.“ Zur Erinnerung: Die Agrargemeinschaft Zettersfeld als Grundbesitzer setzte mit Hilfe der Lienzer Stadt-ÖVP eine stattliche Summe dafür durch, dass die Beschneiungsanlage auf ihrem Grund errichtet werden darf: 11.000 Euro pro Jahr, auf unbefristete Zeit.

Der TVB Osttirol soll auch in Zukunft Infrastrukturen fördern dürfen, aber mit Augenmaß, sagt Föger: „Es wird eine Analyse gemacht werden, was nötig ist und was nicht. Anfang 2014 wird der Auftrag ausgeschrieben.“ Das Land wird bei der Studie mitzahlen, hieß es.

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Catharina Oblasser

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