China will US-Reporter loswerden
Peking – Zwei Dutzend US-Journalisten warten in China seit Wochen vergeblich auf eine Verlängerung ihrer Arbeitserlaubnis. Der erste, Andrew...
Peking –Zwei Dutzend US-Journalisten warten in China seit Wochen vergeblich auf eine Verlängerung ihrer Arbeitserlaubnis. Der erste, Andrew Jacobs von der New York Times, wird das Land am Sonntag verlassen müssen, wenn sein Visum ausläuft. Betroffen ist auch die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg. Beide Medienhäuser hatten Chinas Führer durch Enthüllungen über den enormen Reichtum ihrer Familien bloßgestellt und verärgert.
Mit dem Versuch der Einschüchterung ausländischer Medien riskiert Peking eine schwere Belastung der Beziehungen zu den USA. Eine faktische Ausweisung von zwei Dutzend Korrespondenten aus China hat es noch nie gegeben. Selbst US-Vizepräsident Joe Biden hatte bei seinem Besuch vor zwei Wochen in Peking vergeblich interveniert. Obwohl ihm ein guter Draht zu Präsident Xi Jinping nachgesagt wird, konnte Biden nur hilflos „tiefgehende Meinungsverschiedenheiten“ über Chinas Umgang mit US-Journalisten feststellen. (APA, dpa)