Bundesliga

0:1-Pleite: Wacker legte sich keine Punkte unter den Weihnachtsbaum

Christopher Wernitznig hatte zwei Mal die Führung für den FC Wacker Innsbruck auf dem Fuß. Bei seinen Abschlüssen fehlten jeweils nur Zentimeter zum Torerfolg.
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Der FC Wacker Innsbruck hielt am Mittwochabend bei der 0:1-Niederlage gegen Tabellenführer Red Bull Salzburg lange gut mit. Am Ende standen die Tiroler wie so oft in dieser Saison mit leeren Händen da. Den Treffer des Abends erzielte Verteidiger Andreas Ulmer in der 67. Minute.

Innsbruck - Neue Besen kehren besser. Diese alte Fußballer-Weisheit bestätigte sich beim FC Wacker Innsbruck am Mittwochabend nicht. Die Tiroler mussten sich zwei Tage nach der Trennung von Trainer Roland Kirchler Tabellenführer Red Bull Salzburg mit 0:1 geschlagen geben. Für den Treffer des Tages sorgte Verteidiger Andreas Ulmer in der 67. Minute mit einem Tausendguldenschuss.

Dabei wäre für die vom Interims-Trainer-Duo Florian Klausner und Thomas Grumser betreuten Innsbrucker durchaus mehr drinnen gewesen. Besonders nach dem Seitenwechsel als Christopher Wernitznig innerhalb von vier Minuten zwei sehr gute Chancen liegen ließ und das gegnerische Gehäuse nur um Zentimeter verfehlte (52., 56.).

So war‘s am Ende wie einige Male in dieser Saison: Wacker konnte mit der Leistung zufrieden sein, mit dem Ergebnis allerdings nicht. „Wir hatten heute nicht das nötige Glück. Es war Pech bei uns, denn wir hatten zwei riesige Chancen. Dass Salzburg extremen Ballbesitz gehabt hat, interessiert mich nicht, wir wollten nur den Sieg“, meinte Interimstrainer Florian Klausner nach dem Spiel.

Wacker-Verteidiger Sebastian Siller stand in den Zweikämpfen gegen Kevin Kampl und Co. seinen Mann, machte eine gute Partie.
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Zumindest überwintern die Schwarz-Grünen nicht auf dem letzten Tabellenplatz. Der Vorsprung auf die Admira beträgt allerdings nur noch zwei Punkte, solange der Acht-Punkte-Abzug für die Südstädter nach Lizenzverstößen weiter Bestand hält. Ein beruhigendes Polster sieht anders aus.

Die Kicker verabschiedeten sich nach dem Spiel in die zweieinhalbwöchige Winterpause. Beschenkte man sich selbst nicht, so wurden zumindest nach dem Spiel die Trikots an den eigenen Anhang verteilt. Lediglich 2300 Zuschauer fanden bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt den Weg ins Tivolistadion.

Auf Sportdirektor Florian Klausner wartet in den kommenden Tagen noch einige Arbeit. Ein neuer Trainer soll gefunden werden. „Am liebsten wäre uns, dass wir den neuen Coach schon vor Weihnachten präsentieren können. Spätestens beim Trainingsauftakt am 6. Jänner ist aber einer da“, zitierte Klausner in die Mikrophone. „Bezüglich der Kirchler-Nachfolge hat es schon Gespräche gegeben, wir werden uns zwar die nötige Zeit lassen, wollen den Fans aber den neuen Trainer unter den Christbaum legen.“

Die heißesten Kandidaten sind bekanntlich die Tiroler Michael Baur und Michael Streiter. „Wir haben mit beiden Michis (Baur und Streiter, Anm.) gesprochen.“ Vielleicht liegt nach dem verkorksten Herbst zumindest schon ein neuer Übungsleiter unter dem schwarz-grünen Weihnachtsbaum.

Bei den Siegern war man an diesem Abend vor allem aufgrund des Ergebnisses zufrieden. „Wacker hat uns das Leben schwer gemacht. Zum Glück hab ich wieder mal getroffen“, freute sich Goldtorschütze Ulmer. In der Tabelle liegt Salzburg nun schon elf Punkte vor dem ersten Verfolger Aufsteiger Grödig. (tt.com, APA)

FC Wacker Innsbruck - Red Bull Salzburg 0:1 (0:0)

Innsbruck, Tivoli Stadion Tirol. 2284, SR Lechner

Tor: 0:1 (67.) Ulmer

Innsbruck: Schober - Bergmann, Siller, M. Kofler, Schilling - Hauser, Löffler (88. Brauneis) - Schütz, Milosevic (78. Vuleta), Wernitznig (82. Jevtic) - Hinterseer

Salzburg: Gulacsi - Klein, Schiemer, Hinteregger, Ulmer - Ramalho, Leitgeb - Kampl, Berisha (82. Ilsanker), Mane (88. Svento) - Nielsen (57. Meilinger)

Gelbe Karten: Hauser, Kofler, Hinterseer, Siller bzw. Schiemer

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