Verschuldung klettert kräftig in die Höhe
Von Toni Zangerl...
Von Toni Zangerl
Zams –Ein ausgeglichenes Rekordbudget für 2014 haben die Zammer Mandatare in der letzten Sitzung dieses Jahres einstimmig beschlossen. Das Volumen liegt bei 12,8 Mio. Euro – davon 9,8 im ordentlichen und 3 Mio. Euro im außerordentlichen Haushalt. Auf Rekordniveau kletterte allerdings auch die Verschuldung: 46 Prozent gegen 25,8 Prozent im Vorjahr bedeuten eine Steigerung, die von allen Fraktionen mit der Forderung nach strenger Budgetdisziplin kommentiert worden ist. Pro Kopf wird jeder Zammer Bürger mit 1338 Euro belastet sein. „Daher mussten wir die Steuern und Gebühren moderat im Ausmaß der Indexsteigerung mit 1,7 Prozent anheben“, erläuterte BM Geiger.
Warum die Verschuldung deutlich ansteigen wird, liegt an Vorhaben wie dem Bau des Gemeindebauhofs (500.000 Euro), Abwasserbeseitigung Grist (800.000 Euro) und Wasserversorgung (330.000 Euro). Die Rücklagen betragen mit 1. Jänner 2014 noch 986.700 Euro, ein Jahr später sollen 722.000 Euro „auf der hohen Kante“ liegen. Für die Wasserversorgung wird der Erlös (rund 800.000 Euro) aus dem Verkauf des Postgebäudes an der Raika investiert.
Auf das Konto der Venet Bergbahnen AG soll die Gemeinde Zams 358.000 Euro überweisen – darunter 163.000 Euro zur Tilgung und 122.000 Euro für den jährlichen Abgang. Die Kommentare zur aktuellen Budgetsituation fielen naturgemäß verhalten aus. Während der Bürgermeister, Vize Josef Reheis und SP-Fraktionsobmann Herbert Frank die Lage mit erhobenem Finger betrachteten und Einhaltung von Budgetdisziplin voranstellten, fehlte GR Walter Haid von der Allgemeinen Zammer Liste der Sparwille. „Wir schimpfen auf Land und Bund und was tun wir selbst? Denken wir an die nächsten Generationen?“, fragte Haid.
Trotz Verschuldung habe man allen Vereinen fast alle Wünsche erfüllt, stellte Reheis fest. Haid relativierte: „Vereine würden es wohl einmal aushalten, wenn sie sparen müssten. Ich frage, ob das Geld für Großprojekte wie Kraftwerksbeteiligungen sinnvoll investiert wird.“ BM Geiger sagte: „Die Weiterentwicklung der Gemeinde lebt davon, dass auch Großprojekte realisiert werden.“