Kein Truthahn, aber viel Freude
Die Haie feiern Weihnachten mit neuer Zuversicht. Pause gibt’s so gut wie keine.
Von Alex Gruber
Innsbruck –„Danke, zu dieser Leistung lasse ich mir gerne gratulieren“, strahlte Haie-Coach Danny Naud nach der unglücklichen 3:4-Niederlage nach Verlängerung gegen den neuen Tabellenführer aus Linz am Sonntagabend über eine Topleistung seines Teams. Nach dem 5:4-Sieg über den KAC hatte man binnen zwei Tagen einen dritten Punkt gegen einen Großen aus der Erste Bank Eishockeyliga nachgereicht und darf eine wahrhaft schöne Bescherung unter dem Christbaum feiern. Den obligatorischen Truthahn lässt Naud am Heiligen Abend in diesem Jahr sausen, der 51-jährige Kanadier nistet sich mit seiner Frau Line Genest und Sohn Guillaume in den Seefelder Hotel-Räumlichkeiten bei Präsident Christian Kaltschmid ein. Auch der hatte nach der Linz-Partie wie alle anderen Funktionäre über das ganze Gesicht gestrahlt: „Das hat sehr gut ausgesehen.“
Konkret war die neu formierte erste Linie um die Donati-Zwillinge Tyler und Justin sowie Neuerwerbung Jeff Ulmer, der im Haifischbecken voll eingeschlagen hat, ein echter Augenschmaus. Die dritte Reihe mit Patti Mössmer, Benni Schennach und Christoph Hörtnagl hielt ohne echten Center die Hintermannschaft der Linzer auch ordentlich auf Trab. Linie zwei (Höller-Jurik-Salazar) lässt Naud ohnehin seit Wochen bestehen. Dahinter hat der Haie-Coach jetzt die Qual der Wahl.
Am Stefanitag geht’s nach Dornbirn, am 28. Dezember kommt Znojmo, am 30. 12. folgt die Partie in Linz und am Neujahrstag folgt zuhause das Derby gegen den HC Bozen. Vier Spiele in sieben Tagen, Eishockey und Weihnachtsruhe existieren eben nicht nebeneinander. „Zumindest können wir Weihnachten genug essen, denn wir verbrennen genug“, lachte Alex Höller vor den Festtagen, die den Cracks heute nur einen trainingsfreien Tag bescheren. Das Leuchten in den Augen ist in jedem Fall zurück. Nicht nur wegen der Sternspritzer auf den Christbäumen.