Getötete Französin: Suche der Taucher blieb ohne Erfolg

Im Inn und entlang des Ufers geht die Suche nach der Tatwaffe weiter. Ermittler überprüfen mögliche Zusammenhänge zu anderen Übergriffen auf Frauen im Raum Kufstein. Auch die bayerische Polizei wurde über den Fall informiert.

Polizeibeamte am Tatort an der Kufsteiner Innpromenade. Lucile K. wurde am 11. Jänner mit einem Stahlrohr erschlagen.
© ZOOM-Tirol

Kufstein – Mit Hochdruck suchen die Ermittler des Landeskriminalamts Tirol nach dem Täter oder den Tätern, die für den Tod der französischen Austausschstudentin in Kufstein verantwortlich sind. Die 20-jährige Lucile war in der Nacht auf Sonntag einem Verbrechen zum Opfer gefallen, ihre Leiche wurde einige Stunden später am Innufer gefunden.

Taucher der Cobra haben am Dienstag den Inn im Bereich der Fundstelle der Leiche abgesucht. „Sie haben aber nichts Relevantes gefunden“, teilte Walter Pupp mit. Die Ermittler hatten sich erhofft, eventuell die Tatwaffe oder persönliche Gegenstände der Studentin zu finden.

Überprüfung ähnlicher Fälle auch in Bayern

Ein Polizeihubschrauber flog am Dienstag den Inn ab. Dabei wurden nicht nur Tatortfotos erstellt, auch die Suche nach der buntgestreiften Ledertasche wurde aus der Luft fortgesetzt. Nachdem diese ebenso verschwunden blieb wie das Handy der Französin, sei ein Raubgeschehen möglich. „Auf ein Beziehungs- oder Sexualdelikt gibt es keine Hinweise“, betonte der LKA-Chef am Dienstag erneut.

An der Fachhochschule Kufstein liegt ein Kondolenzbuch für Lucile aus. Die 20-Jährige studierte dort seit vier Monaten.
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Die Ermittler überprüfen derzeit auch, ob es einen Zusammenhang zu einem früheren Überfall in Kufstein geben könnte. Am 28. Dezember war eine 18-Jährige von zwei Täter niedergeschlagen und ausgeraubt worden. „Wir überprüfen alle Übergriffe auf Frauen, die sich im Raum Kufstein ereignet haben. Außerdem haben wir die Kollegen in Bayern informiert. Sie werden auf unsere Bitte überprüfen, ob es im Grenzgebiet ähnliche Taten gegeben hat“, sagte Pupp.

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Vereinzelt seien auch Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, die aber noch überprüft werden müssen. „Ein heißer Tipp ist bislang aber nicht dabei.“ (smo)


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