Offenbar Zigarette an Sohn ausgedrückt: Salzburgerin vor Gericht

Die Angeklagte beteuerte ihre Unschuld. Der Prozess wurde vertagt, weitere Zeugen sollen einvernommen werden.

Salzburg – Mit einem schweren Vorwurf ist eine 25-jährige Pongauerin am Dienstag bei einem Prozess am Salzburger Landesgericht konfrontiert worden. Die Frau soll im Mai 2012 ihren damals vierjährigen Sohn wiederholt geschlagen und an seinem Unterarm eine Zigarette ausgedämpft haben. Doch die Angeklagte beteuerte ihre Unschuld. Der Prozess wurde vertagt.

„Ich habe mein Kind nicht geschlagen und auch keine Tschik an ihm ausgedrückt“, beteuerte die Frau, nachdem Staatsanwalt Andreas Winkler sie mit einem Gutachten konfrontiert hatte. Aus der Expertise gehe hervor, dass ihr Sohn eine massive Brandverletzung erlitten habe, sagte Winkler. Kindergärtnerinnen hatten Alarm geschlagen.

Festgestellt wurde auch eine Rötung an der Wange des Buben. Die Rechtfertigung der Mutter: „Er ist im Wohnzimmer vom Couchtisch heruntergefallen und hat sich wehgetan.“ Der Staatsanwalt schenkte ihr aber keinen Glauben. Er warf der 25-Jährigen und weiteren drei Angeklagten auch noch Körperverletzung wegen einer Prügelei in einem Lokal vor. Die Pongauer schoben sich gegenseitig die Schuld zu. Einzelrichterin Gabriele Glatz vertagte schließlich die Verhandlung zur Einvernahme von weiteren Zeugen. (APA)

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