Konsumrausch als Rohstoff für die Unterrichtsstunden

REA mobilisierte die Außerferner Jugend. 1500 Schüler diskutierten über den enormen Ressourcenverbrauch der Industriegesellschaft.

Breitenwang –Mit zwei großen Diskussionsveranstaltungen vor der Landtags- und Nationalratswahl initiierte die Regionalentwicklung Außerfern (REA) im Vorjahr eine engere Kooperation mit den Schulen im Bereich der politischen Bildung. Diese Initiative fand nun ihre Fortsetzung. Mit „REdUSE“, einem Gemeinschaftsprojekt der Umweltschutzorganisation Global 2000 und Multivision, Verein für Jugend- und Erwachsenenbildung, stand diesmal ein umweltpolitisches Thema auf dem Programm.

Woher kommt die Baumwolle meines T-Shirts und unter welchen Bedingungen wurde sie erzeugt? Woher stammt das Lithium in meinem Handy und was passiert damit, wenn das Handy ausgedient hat? Anhand solcher Fragen wurde der Einfluss auf die Umwelt durch Abbau und Verarbeitung der Rohstoffe sowie soziale Effekte, Menschenrechte und Arbeitsbedingungen thematisiert.

„REdUSE soll Jugendliche anregen, sich mit dem enormen Ressourcenverbrauch kritisch auseinanderzusetzen. Sie werden dadurch motiviert, ihre Zukunft mitzugestalten. Es muss uns als Gemeindevertreter und Regionalentwickler ein Anliegen sein, dass das Thema Nachhaltigkeit bereits früh verankert wird“, erklärt REA-Obmann BM Alois Oberer. Die Tatsache, dass erneut 1500 Schüler mobilisiert werden konnten, beweist, dass derartige Initiativen auch von den Schulen geschätzt werden. Renate Glatz, Lehrerin am Gymnasium Reutte: „REdUSE war ein wertvoller Beitrag zur Umwelterziehung. Vor allem die Kombination aus Film und Diskussion kam bei den Schülern gut an.“

Aus Kostengründen war die Veranstaltung auf die Schulen im Planungsverband Reutte und Umgebung beschränkt. In Zukunft sollen diese Initiativen auch den Talschaften zugutekommen. (TT, fasi)

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