Fall Lucile: Polizei verstärkt Präsenz in Kufstein

Die Polizei und die Gemeinde Kufstein arbeiten im Fall der getöteten Studentin Lucile aus Frankreich eng zusammen. In der Festungsstadt sind derzeit vermehrt Polizeistreifen unterwegs.

Luciles Lehrer aus Frankreich an der Stelle, an der die 20-Jährige getötet wurde.
© ZOOM-Tirol

Kufstein – Nach der Gewalttat in Kufstein, bei der die 20-jährige Studentin Lucile K. aus Frankreich getötet wurde, ist die Polizei weiterhin mit der Spurenauswertung beschäftigt. Auch die eingelangten Hinweise aus der Bevölkerung werden derzeit überprüft. „Wir befragen weiterhin Anrainer und Bekannte des Opfers, prüfen, ob ein Zusammenhang mit anderen Übergriffen auf Frauen besteht und gehen den Zeugenhinweisen nach“, beschreibt Walter Pupp, Leiter des Landeskriminalamtes, den Ermittlungsstand.

Auf die Verunsicherung bei Studenten und der Kufsteiner Bevölkerung reagiert die Polizei mit einem Mehraufgebot. „Wir sind derzeit in Kufstein sehr präsent: Erstens, was die Ermittlungen betrifft - es sind sehr viele Mitarbeiter von uns dort - und zweitens gibt es auch mehr Polizei auf der Straße“, sagt Pupp.

Zudem fand kürzlich ein runder Tisch statt, die Polizei und die Gemeinde Kufstein setzten sich zusammen und berieten. „Die Gemeinde unterstützt die Polizei bei den Ermittlungen und das finden wir sehr wertvoll“, so der Chefermittler. Die Festungsstadt will die Familie des Opfers finanziell unterstützen. Das gab jetzt Bürgermeister Martin Krumschnabel bekannt. Außerdem stellte der Stadtchef in Aussicht, Kufstein werde sich an einer Belohnung für entscheidende Hinweise beteiligen.

Wer für den Tod der 20-Jährigen verantwortlich ist, bleibt vorerst offen. Auch das Motiv bereitet den Ermittlern weiterhin Kopfzerbrechen. (TT.com)

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Schlagworte