Indio-Führer in Guatemala getötet

42 Prozent der 15 Millionen Guatemalteken gehören indigenen Völkern an.

Guatemala-Stadt – Im Südwesten von Guatemala ist ein prominenter Indio-Führer getötet worden. Unbekannte hätten Juan de León Tuyuc Velásquez am Donnerstag im Department Sololá erschossen, berichtete der Radiosender Emisoras Unidas unter Berufung auf die Polizei. Der ehemalige Guerilla-Kommandeur leitete soziale Projekte in der Region.

„Mein Bruder ist gestorben, nachdem er hinterlistig angegriffen wurde“, schrieb seine Schwester, die Menschenrechtsaktivistin Rosalina Tuyuc, auf Facebook. Am Montag hatte der Verband der indigenen Völker Guatemalas kritisiert, in dem mittelamerikanischen Land würden Indios noch immer unter Rassismus und Ausgrenzung leiden. Offiziellen Schätzungen zufolge gehören 42 Prozent der 15 Millionen Guatemalteken indigenen Völkern an.

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