Michelle Obama: Mode-Ikone und Powerfrau wird 50

First Ladies stehen in den USA immer im Rampenlicht. Michelle Obama ist da keine Ausnahme. Ihr Engagement für gesunde Ernährung und für die Familien von US-Soldaten beeindruckt viele.

Von Gregor Waschinski/AFP

Washington – US-Präsident Barack Obama macht seiner Frau Michelle zum 50. Geburtstag ein Geschenk, nach dem sich viele Eltern ab und zu sehnen: Ein bisschen Ruhe vom Familientrubel. Während Obama mit den Töchtern Anfang Jänner aus dem Weihnachtsurlaub auf Hawaii nach Washington zurückkehrte, kann die First Lady noch bis zu ihrem Geburtstag am Freitag einige erholsame Tage in dem Tropenparadies verbringen.

„Fünfzig und fabelhaft“

Für Samstagabend lädt Michelle Obama dann zu einer Party im Weißen Haus - auf ein gediegenes Festmahl will die Jubilarin US-Medien zufolge aber verzichten. Die Präsidentengattin scheint mit ihrem neuen Lebensabschnitt im Reinen zu sein. „Fünfzig und fabelhaft“ fühle sie sich, verriet Obama Mitte Dezember bei einem Besuch in einem Kinderkrankenhaus. Vergangenen Sommer hatte sie in einem Interview mit der Zeitschrift „Parade“ auf die Frage nach dem bevorstehenden runden Geburtstag geantwortet, jedes Jahrzehnt bringe neue Herausforderungen, aber auch neue Möglichkeiten. „Ich habe mich nie selbstbewusster gefühlt, habe nie mehr Klarheit gehabt, wer ich als Frau bin“, sagte sie.

Michelle Obama ist bei den US-Bürgern deutlich populärer als ihr Mann. Die Präsidentengattin engagiert sich unter anderem für Familien von Militärangehörigen und im Kampf gegen Fettleibigkeit. Im Frühjahr 2009 legte sie einen Gemüsegarten im Weißen Haus an und lädt seitdem regelmäßig Schüler ein, die Pflanzungen zu vergrößern. Etwa ein Jahr später startete sie ihre Kampagne „Let‘s Move“, mit der sie junge Menschen zu einem gesünderen und aktiveren Lebensstil bewegen will. Obama achtet auch selbst sehr auf ihre Gesundheit. Eines Tages wolle sie eine „richtig flotte 80-, 90-Jährige“ sein, sagte sie „Parade“.

Michelle lernte Barack Ende der 80er Jahre kennen

Die First Lady wurde in einem mehrheitlich von Schwarzen bewohnten Arbeiterviertel in Chicago groß. Nach einem Studium an den Eliteunis Princeton und Harvard fand Michelle LaVaughn Robinson Ende der 80er Jahre einen Job bei einer renommierten Anwaltskanzlei in Chicago. In dieser Zeit lernte sie ihren späteren Mann Barack kennen, der damals noch Student war und in ihrer Kanzlei ein Praktikum absolvierte. Das Paar heiratete 1992 und bekam zwei Töchter, die mittlerweile im Teenager-Alter sind.

Vor dem Wechsel ins Weiße Haus verdiente Michelle als Krankenhausmanagerin mehr als ihr Mann als Senator in Washington. Als Politikerfrau musste sie ihre eigenen Ambitionen dann zurückstellen. Den Präsidentschafts-Plänen ihres Mannes soll Michelle Obama anfangs skeptisch gegenübergestanden sein. Die „New York Times“-Journalistin Jodi Kantor beschreibt in dem Buch „The Obamas“, wie Michelle mit ihrer neuen Aufgabe und den damit verbundenen Einschränkungen zu kämpfen hatte. Doch als sich Barack Obama 2012 um eine zweite Amtszeit bewarb, trat Michelle als engagierte Wahlkämpferin in Erscheinung.

Fransiger Pony sorgte für Schlagzeilen

Abseits der Politik ist die First Lady zu einer Stil-Ikone geworden. Als sie sich vor einem Jahr eine neue Frisur zulegte, sorgte ihr fransiger Pony weltweit für Schlagzeilen. Im April zierte sie bereits zum zweiten Mal die Titelseite des renommierten Modemagazins „Vogue“.

Mit Spannung erwartet die Washingtoner Society nun, welche Garderobe die Präsidentengattin bei ihrer Geburtstagsparty am Samstag anlegen wird. Die Einladungen zu der Feier sorgten im Vorfeld für einigen Wirbel: Die First Lady ließ die Gäste mit dem Hinweis „Eat before you come“ nämlich wissen, dass sie bereits mit vollem Magen zu der Fete erscheinen sollen. Mehr als Snacks und Getränke werde es da nämlich nicht geben - auch wenn sich einige Edel-Partyveranstalter der Hauptstadt in der „Washington Post“ über diese vermeintliche Stillosigkeit echauffierten.


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