Seilbahnen investierten 73 Mio. Euro

Die Neujahrswünsche der Wirtschaftskammer Landeck betreffen vor allem künftige Ski-Projekte im Bezirk.

Von Matthias Reichle

Landeck –Mit einem Teilnehmerrekord ging der Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Landeck zu Ende – 261 Besucher waren gekommen, um aufs neue Jahr anzustoßen. Einen Rekord stellte aber auch die Investitionssumme der zehn Seilbahnunternehmen des Bezirks da.

Insgesamt gaben sie 2013 72,5 Mio. Euro aus. Das ist über ein Drittel ihres Umsatzes (200,5 Mio. Euro), rechnete WK-Bezirksstellenleiter Thomas Köhle vor. Im Schnitt der letzten sechs Jahre waren es jährlich Investitionen in Höhe von 55 Mio. Euro. „Jeder Euro Umsatz löst sechs Euro Umsatz in anderen Branchen aus.“ So betrafen die Neujahrswünsche der Wirtschaftskammer zu einem Gutteil auch geplante Skigebietszusammenschlüsse. „Endlich“ war der Kommentar zur Bahneröffnung am Piz Val Gronda. Es sei aber nur eines von mehreren Projekten, die dringend umgesetzt werden müssten, betonte WK-Obmann Toni Prantauer.

Etwa der Zusammenschluss der Skigebiete Kappl und St. Anton. Gestern langten dazu die letzten Ergänzungen zum UVP-Verfahren ein, hieß es aus dem Landhaus. Mit der Verhandlung sei in einigen Monaten zu rechnen. In der WK glaubt man, dass es auch bei diesem Projekt Einsprüche geben wird.

Das Skigebiet See erweitert um eine Bahn in Richtung Versingkessel. Für Prantauer „ein erster Schritt zu einem möglichen Zusammenschluss mit Serfaus-Fiss-Ladis“.

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Ein Wunsch von ihm ist auch die Verbindung zwischen dem Kaunertaler Gletscher und dem Südtiroler Langtauferertal. „Das schaut momentan nicht so gut aus.“ Der Investor habe die Geldtasche zugemacht. In Südtirol stieß das Projekt nicht überall auf Gegenliebe.

An seiner Forderung nach einer zweiten Röhre beim Arlbergtunnel hält Prantauer fest. Ein großes Problem sind die Sperren des Tunnels 2015 und 2017. Weiters ist Ausbildung 2014 ein Schwerpunkt der WK. Im letzten Jahr wurden die Berufsorientierungstage der Berufsschule neu konzipiert und ein Berufsfestival durchgeführt. Heuer startet ein neuer Bachelor-Studiengang für Wirtschaft, Sport, Tourismus und Gesundheit.

WK-Präsident Jürgen Bodenseer sieht den heimischen Wirtschaftsstandort derzeit Richtung Befriedigend abrutschen – schuld daran sei vor allem, was in Wien passiere. Lob bekam von ihm Landeshauptmann Günther Platter: „Es ist toll, wie LH Platter mutig mit der Westachse Vorarlberg-Tirol-Salzburg in Wien aufgetreten ist.“ LH Platter, selbst beim Empfang dabei, kündigte – auf den nächtlichen Krisengipfel der ÖVP in Wien angesprochen – an, engagiert mitzuarbeiten, aber auch die Zähne zu zeigen, wo es sein muss.


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