Robert Redford eröffnete Sundance Festival: Zwei Österreicher dabei

Beim am Donnerstag eröffneten Sundance Film Festival rittern auch zwei Österreicher um Preise: Die Doku „We Come as Friends“ von Hubert Sauper und Musikvideo „MeTube“ von Daniel Moshel sind im Wettbewerb.

Park City - Hollywoodstar und Festivalgründer Robert Redford (77) hat am Donnerstagabend im US-Wintersportort Park City das Sundance Filmfestival eröffnet. Es ist das größte Festival für unabhängige, außerhalb Hollywoods produzierte Filme und wurde vor 30 Jahren von Redford ins Leben gerufen. In diesem Jahr sind auch zwei österreichische Produktionen im Wettbewerb vertreten.

Der neue Film von Hubert Sauper („Darwin‘s Nightmare“) nennt sich „We Come as Friends“ (Entente Cordiale) und feiert im internationalen Doku-Wettbewerb seine Weltpremiere. Die österreichisch-französische Koproduktion unter Beteiligung der Wiener KGP-Film behandelt die Kolonialisierung, die mittlerweile ebenso wie die Sklaverei in industrieller Form stattfinde, massiver und globalisierter noch als vor Hunderten Jahren.

Im Kurzfilmwettbewerb läuft zudem das Wiener Musikvideo „MeTube: August sings Carmen ‚Habanera‘“ von Daniel Moshel. Der animierte Opern-Remix gewann im vergangenen Jahr den österreichischen Musikvideopreis und lief seither auf mehr als 60 Festivals weltweit. Auf YouTube wurde das Video bereits 940.000 Mal angeklickt.

Redford sagte zur Eröffnung, dass es unabhängige Filme immer noch schwer haben, einen Verleih und ein großes Publikum zu finden. „Es ist unsere Aufgabe, diese Filme hier zu zeigen“. Bis zum 26. Jänner sind 117 Spielfilme und Dokumentationen aus 37 Ländern zu sehen, viele Filmschaffende sind mit ihrem Regiedebüt vertreten. Sie wurden aus weltweit über 4000 Einsendungen ausgesucht.

Zum Auftakt wurde der Film „Whiplash“ von Damien Chazelle gezeigt. Er handelt von einen jungen Schlagzeuger, der von einem unbarmherzigen Musiklehrer unter Druck gesetzt wird. Mit „Feuchtgebiete“ schaffte es der deutsche Regisseur David Wnendt in die Spielfilmsparte „World Cinema“, im Wettbewerb ist auch die deutsche Koproduktion „White Shadow“ von Noaz Deshe über einen bedrohten Albino-Jungen in Tansania.

Jedes Jahr mischen auch bekanntere Schauspieler beim Sundance-Festival mit. Diesmal werden Stars wie Anne Hathaway, Kristen Stewart, Glenn Close, Philip Seymour Hoffman und Mark Ruffalo mit ihren Indie-Filmen erwartet. Stewart mimt in dem US-Spielfilm „Camp X-Ray“ eine Wärterin im US-Gefangenenlager Guantanamo. Don Johnson und Sam Shepard sind in dem Thriller „Cold in July“ zu sehen. (APA/dpa)


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