Fall Lucile: Polizei überprüft Hinweise zum Tatverdächtigen

Mit Hilfe mehrerer Zeugen konnte die Polizei ein Phantombild anfertigen. Die Ermittler müssen jetzt die eingelangten Hinweise aus der Bevölkerung überprüfen.

Phantomfotos des Verdächtigen.
© Polizei

Kufstein – 10.000 Euro: Das ist die Belohnung, die die Stadt Kufstein und die Fachhochschule Kufstein im Fall Lucile K. in Absprache mit der Polizei für entscheidende Hinweise ausgesetzt haben. Die Ermittler interessiert dabei vor allem ein etwa 35 bis 40 Jahre alter Mann, der sich im Tatzeitraum (Samstag, 23.30 Uhr bis Sonntag, 0.30 Uhr) im Bereich der Kufsteiner Innpromenade aufgehalten hat. „Das wissen wir von verschiedenen Zeugen“, sagt Walter Pupp, Chef des Landeskriminalamtes: „Dank der Beschreibungen dieser Zeugen konnten wir jetzt auch ein Phantombild anfertigen.“

Das Foto wurde gestern Nachmittag veröffentlicht. „Es sind bereits einige Hinweise, die sich auf verschiedene Personen beziehen, bei uns eingegangen. Diese müssen wir jetzt abarbeiten“, erklärt Pupp gegenüber TT Online.

Für Freitag und Samstag sei laut Pupp nicht damit zu rechnen, dass es Neues geben werde. Die Tatwaffe sowie die Handtasche und das Handy der 20-Jährigen blieben weiter unauffindbar.

Personenbeschreibung:

Der Verdächtige ist zwischen 1,70 und 1,80 Meter groß. Außerdem sprachen die Zeugen von einem „auffälligen Oberlippenbart“. Der Unbekannte soll eine Baseballmütze und möglicherweise auch eine Brille getragen haben. Wer den Verdächtigen zu erkennen glaubt, wird ersucht, sich mit dem Landeskriminalamt unter 059133/70-3333 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Ob der Mann tatsächlich für das Gewaltverbrechen an der 20-jährigen Französin Lucile K. verantwortlich ist, ist unklar. „Wir wissen aber, dass eine zeitliche und räumliche Nähe zwischen dem Mann auf dem Phantombild und der Tat bestand“, sagt Pupp.

Die Studentin der Fachhochschule starb in der Nacht zum Sonntag nach 23.45 Uhr. Das war der Zeitpunkt, an dem die Handyverbindung zwischen der Französin und ihrer Freundin unvermittelt abbrach. Mehrere Versuche, die Verbindung wiederherzustellen, blieben ohne Erfolg. Am Sonntag fanden Polizisten die Leiche der 20-Jährigen am Kufsteiner Innufer. (TT.com, APA)


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