Prozess um Zuhälterei gegen Mutter und Sohn in St. Pölten

Dem Sohn werden außerdem schwere Nötigung, Vergewaltigung, Freiheitsentziehung sowie Menschenhandel vorgeworfen.

Symbolfoto.
© TT/Julia Hammerle

St. Pölten/Tulln – Am Landesgericht in St. Pölten müssen sich ab Mittwoch (22. Jänner) ein 47-Jähriger und seine 72 Jahre alte Mutter in einem zweitägigen Prozess wegen Zuhälterei verantworten.

Dem Sohn werden außerdem schwere Nötigung, Vergewaltigung, Freiheitsentziehung sowie Menschenhandel vorgeworfen. Der Mann soll ausländische Frauen zur Prostitution gezwungen haben, seine Mutter soll ihm dabei geholfen haben.

Der 47-Jährige wird im Konkreten beschuldigt, zwei Mädchen aus Tschechien und der Slowakei – unter falschen Vorwänden – nach Österreich gelockt zu haben. Im Keller seines Elternhauses im Bezirk Tulln habe er sie dann gefangen gehalten, bedroht, geschlagen und zur Prostitution gezwungen.

Dabei wurde er laut Anklage von seiner Mutter unterstützt. Die 72-Jährige soll als eine Art „Wärterin“ fungiert, die Betten gerichtet und über die Frequenz der Freier Buch geführt haben.

„Meine Mandaten werden sich nicht schuldig bekennen“, erklärte Verteidiger Nikolaus Rast der APA. Der Prozess unter dem Vorsitz von Richterin Andrea Humer findet vor einem Schöffensenat statt. Ein Urteil soll am Donnerstag ergehen. (APA)


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