49 Delegierte wählten neuen AAB-Obmann

Lienz – Mit 93,75 % der Stimmen wurde Andreas Köll am Samstag zum neuen Obmann des AAB Osttirol gewählt. „Der Kontostand des AAB Osttirol bl...

Lienz –Mit 93,75 % der Stimmen wurde Andreas Köll am Samstag zum neuen Obmann des AAB Osttirol gewählt. „Der Kontostand des AAB Osttirol bleibt eines der bestgehüteten Geheimnisse“, schmunzelt Köll, und sein Vorgänger Meinhard Pargger lässt wissen, dass er ein komfortables Plus übernommen habe und leicht ausbauen habe können. „Meine ganze Kraft gehört von nun an der Stadt Lienz, daher übergebe ich den Vorsitz des AAB Osttirol geordnet an Andreas Köll“, erklärt Pargger seinen Rückzug von der Verbandsspitze. Man habe gute Arbeit geleistet und trage als Gesinnungsgemeinschaft die Hauptverantwortung im Bezirk. „Umso mehr hat die Tatsache enttäuscht, dass Andreas Köll trotz eines für ihn hervorragenden Ergebnisses bei der Landtagswahl nicht für uns im Landtag sitzt.“

Der angesprochene Bauernbund-Vertreter Martin Mayerl will sich für sein Landtagsmandat nicht rechtfertigen: „Ich muss mich für 5500 Vorzugsstimmen nicht entschuldigen. Was zählt, sind unsere Werte und die politischen Herausforderungen, nicht persönliche Animositäten.“

Köll übergibt den AAB-Landesvorsitz an LR Beate Palfrader: „Mit Andreas Köll übernimmt ein großer Politiker und Netzwerker mit besten Kontakten die Verantwortung. Ich halte seine Wahl für eine kluge Entscheidung! Glück auf für den AAB Osttirol!“

Köll berichtet, dass Osttirol dem Felssturz auf die Felbertauernstraße Großes zu verdanken habe: „Nur darum wurden wir wieder als EU-Fördergebiet eingestuft und erhalten 140 Millionen Euro.“ Seine Idee der Felbertauern-Ersatzstraße sei nur ein Beispiel für die hervorragenden Leistungen im Bezirk. „Die dritte Augenarzt-Kassenstelle, das Modell des schuldenfreien Gemeindeverband-BKH Lienz, die Selbsthilfeorganisation von Christine Rennhofer-Moriz – das sind Erfolge unserer Organisation!“

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Der Direktzug bleibe ein Thema, so Köll: „Wir haben zuerst für den Erhalt gekämpft, jetzt kämpfen wir für die Wiedereinführung von zwei Tagesrandverbindungen – zusätzlich zum Busangebot.“ Der Zugverkehr, den Südtirol bis Lienz ausdehnen wird, dürfe keine Einbahn werden: „Für die Skigebiete Lienz und Sillian wird der Skibahnhof in Vierschach zur Herausforderung. Wir hoffen zum Ausgleich auf eine Gegenbewegung, zum Beispiel durch Patienten für unser Bezirkskrankenhaus.“ (bcp)


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