Kiefersfeldner maschierten gegen die Verkehrspest

Kiefersfelden, Kufstein – Alljährlich ziehen die Kiefersfeldner treu einem 400 Jahre alten Pest-Gelöbnis nach dem Sonntagsgottesdienst beten...

Kiefersfelden, Kufstein – Alljährlich ziehen die Kiefersfeldner treu einem 400 Jahre alten Pest-Gelöbnis nach dem Sonntagsgottesdienst betend zur Sebastianikapelle und hoffen dort auf die Fürsprache des heiligen Sebastian. Auch heuer marschierten wieder an die 300 Teilnehmer der Prozession durch die Grenzgemeinde. Auf Initiative von Werner Schroller, Tourismusexperte des Ortes, versammelten sich vor dem Gottesdienst über 100 Bürgerinnen und Bürger der bayerischen Gemeinde beim Feuerwehrhaus.

Angeführt vom ersten Bürgermeister Erwin Rinner unternahmen sie gemeinsam und schweigend ihren Kirchgang über die viel befahrene Staatsstraße. Dass sich dabei auch ein Rückstau an Autos bildete, war durchaus beabsichtigt. Schroller: „Wir sind angesichts der Verkehrsflut durch die Mautvermeider um unsere Lebensqualität besorgt und wollen mit unserem Gang zur Kirche auf der Hauptstraße ein Zeichen dagegen setzen.“ Die Autofahrer nahmen es gelassen und zeigten Verständnis. Andere ließen sich von ihrem Navi Ausweichstrecken durch die Wohngebiete zeigen.

In der bayerischen Grenzgemeinde beobachtet man indessen zunehmend, dass immer mehr Pkw ohne eine gültige Vignette aus Tirol auf der Landstraße durch den Ort fahren, um von hier aus auf die bayerische Autobahn aufzufahren. (roc, wo)


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