Abschied der Altstars - Matt, Schild und Co. sagen Olympia Ade
Für einige österreichische Medaillengewinner waren Sochi 2014 die letzten Olympischen Spiele. Andere lassen ihre Zukunft offen.
Krasnaja Poljana - Zahlreiche österreichische Wintersportgrößen haben in Russland ihr letztes Olympia-Abenteuer erlebt. Die Winterspiele in Sotschi waren u.a. für Mario Matt, Mario Stecher, Marlies Schild, Benjamin Raich, Kathrin Zettel oder Christoph Sumann die definitiv letzten. Ob Aushängeschilder wie Thomas Morgenstern, die Linger-Brüder oder Nicole Hosp 2018 noch um Medaillen kämpfen, ist offen.
Bei den Alpinen kündigt sich nach den Spielen ein Generationswechsel an. Im Herren-Team sagten u.a. Raich (35), Matt (34) und Reinfried Herbst (35) Olympia endgültig Ade. Auch Georg Streitberger (32), Klaus Kröll (33) oder Hannes Reichelt (33), der verletzungsbedingt daheimbleiben musste, haben den 30er längst hinter sich und würden in vier Jahren schon teilweise knapp am 40er kratzen.
Bei den Damen standen die Spiele im Zeichen des Abschieds von Marlies Schild (32), die sich noch einmal mit Slalom-Silber beschenkte. Auch Zettel (27) beendete - mit Slalom-Bronze um den Hals - ihre Olympia-Karriere. Ob Hosp (30) und Elisabeth Görgl (32) 2018 noch mit von der Partie sein werden, ist noch offen.
Stecher, der Rekordmann im ÖOC-Team, hat von den Fünf Ringen als Sportler bei seinen sechsten Spielen endgültig Abschied genommen. Er und der ebenfalls 36-jährige Christoph Bieler, die gemeinsam mit Lukas Klapfer und Bernhard Gruber noch einmal Team-Bronze in der Nordischen Kombination geholt haben, werden bestenfalls in einer anderen Funktion zu Olympia zurückkehren.
Bei den Skispringern steht ein Fragezeichen hinter dem 27-jährigen Morgenstern. Der Kärntner ist nicht einmal sicher, ob er nach seinem schrecklichen Sturz auf dem Kulm seine Karriere fortsetzt. Der erst 24-jährige Gregor Schlierenzauer dachte zwar zuletzt laut über eine „Pause“ nach, dennoch scheint es nicht vorstellbar, dass er 2018 in Pyeongchang nicht noch einmal versucht, das ihm noch fehlende Einzel-Gold zu holen.
Die Biathleten verabschieden mit Ende dieser Weltcup-Saison Christoph Sumann. Der 38-jährige Steirer war vier Mal bei Olympia und hat in Vancouver 2010 zweimal Silber gewonnen. Der 37-jährige Daniel Mesotitsch will zwar nach dieser Saison noch weitermachen, dass er mit 41 aber noch einmal in einem ÖOC-Team stehen wird, ist unwahrscheinlich.
Die Snowboarder stellten mit Claudia Riegler die älteste Teilnehmer des ÖOC-Sotschi-Teams, die 40-Jährige war zum dritten und letzten Mal dabei. Bei anderen „Ü-30ern“ wie Marion Kreiner (32) und Andreas Prommegger (33) ist die Olympia-Zukunft noch offen.
Die Doppel-Olympiasieger im Rodeln, Andreas (32) und Wolfgang Linger (31), die im Doppelsitzer mit Silber eine dritte Medaille geholt haben, überlegen ebenfalls noch. In vier Jahren könnten die Tiroler Brüder noch konkurrenzfähig sein. Allerdings wollen sie wegen ihrer familiären Situation erst entscheiden, ob es weitergeht. Auch Peter Penz/Georg Fischler überlegen das sofortige Karriere-Ende nach der Enttäuschung im Sanki-Eiskanal. (APA)
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