91-Jähriger lag nach Raub fast zwölf Stunden gefesselt daheim

Der Sohn fand seinen schwer verletzten Vater erst Stunden später und alarmierte die Rettung.

Weiz – Brutal niedergeschlagen, gefesselt und ausgeraubt worden ist ein 91-jähriger Oststeirer am Wochenende in seinem Haus in Weiz. Der Sohn fand seinen schwer verletzten Vater erst knapp zwölf Stunden später und alarmierte die Rettung. Unklar war am Montag noch, welche Wertsachen geraubt wurden. Das Opfer konnte vorerst nicht vernommen werden, teilte die Polizei mit.

Samstag gegen 22.30 Uhr brachen vermutlich zwei oder drei Täter die Haustür des allein lebenden Steirers auf und schlugen den Mann mit einem stumpfen Gegenstand nieder. Anschließend fesselten sie seine Hände mit einem Kabelbinder und seine Beine mit Klebebändern. Sie knebelten ihr Opfer und legten es im Badezimmer ab. Dann durchsuchten die Räuber das ganze Haus nach Wertsachen und richteten dabei ein Chaos an. Schließlich ließen sie den 91-Jährigen hilflos zurück.

Erst am Sonntag gegen 10.15 Uhr kam der Sohn des Opfers zu Besuch und fand den Verletzten. Der Oststeirer wurde in das LKH Weiz gebracht. Bei ihm wurden schwere Verletzungen festgestellt - u.a. Rippenfrakturen und ein Bruch des Jochbeins. Die Ermittler werden frühestens am Dienstag mit dem 91-Jährigen sprechen können. Am Montag machte die Spurensicherung ihre Arbeit am Tatort.

Der Weizer gilt als Münzensammler, unklar ist aber noch der Wert seiner verschwundenen Sammlung. Ob auch Bargeld und andere Wertsachen geraubt wurden, ist ebenfalls noch unklar. Hinweise auf die Täter gibt es noch nicht. Die Polizei bittet mögliche Zeugen um Hinweise. (APA)


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