Guter Start findet ein böses Ende

Von Tobias Waidhofer...

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –Es war eine wahrlich lange Olympia-Pause. 23 Tage, in denen die Erste Bank Eishockey Liga in den Schatten der fünf Ringe verbannt wurde. Der Hunger der Tiroler Eishockey-Fans auf heimische Kost hielt sich aber offensichtlich in Grenzen. Nur etwa 900 Zuschauer – natürlich auch wegen der Konkurrenz des zeitgleich stattfindenden Olympia-Empfangs in der Innsbrucker Innenstadt – fanden gestern den Weg in die Tiwag-Arena.

Dabei begannen die Haie gegen Fehervar, den Tabellenführer des Qualifikationsdurchgangs, durchaus druckvoll. Und das mussten sie auch, schließlich brauchten die Innsbrucker im fast aussichtslosen Kampf ums Play-off unbedingt einen Sieg. Stefan Pittl und Jeff Ulmer fanden in den Anfangssequenzen gute Einschussmöglichkeiten vor.

Die Ungarn wurden im Startdrittel nur vereinzelt gefährlich. Wenn sie gegen disziplinierte Haie zum Abschluss kamen, stand aber Schlussmann Adam Munro bereit. Irgendwie war es aber auch ein Drittel der vergebenen Chancen. Jeff Ulmer verpasste in der zehnten Minute mit einem Pfostenschuss nur knapp ein Shorthander-Tor (Treffer in Unterzahl). Zum Pech kam dann aber auch noch Unvermögen: Wenn man – wie der HCI gestern zwischen der 14. und 16. Minute – in einer zweiminütigen 5:3-Überzahl nur einmal aufs Tor schießt, fehlt auch die Qualität. So ging es mit einem torlosen Remis in die erste Pause.

Im zweiten Drittel kam die kalte ungarische Dusche sofort und unvermittelt: Völlig unbehelligt von der Innsbrucker Defensive traf Routinier Frank Banham zur Führung (21.). In der 30. Minute besorgte Andy Sertich das 0:2. Dabei blieb’s bis zur Pausensirene. Der zahnlose HCI zeigte sich völlig ungefährlich.

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So auch im Abschluss­drittel. Fehevar gelang in der Schlussminute noch das 0:3. Auch die kühnsten Optimisten wissen jetzt: Das Play-off steigt ohne die Haie.


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