Prozess in Innsbruck: Vier Monate Haft für Messerstich

Innsbruck – Nagelzwicker oder Messer – diese Frage beschäftigte gestern das Landesgericht. Am Ende setzte es für den angeklagten Marokkaner ...

(Symbolfoto)
© TT/Thomas Böhm

Innsbruck – Nagelzwicker oder Messer – diese Frage beschäftigte gestern das Landesgericht. Am Ende setzte es für den angeklagten Marokkaner eine Haftstrafe wegen schwerer Körperverletzung.

Zwei Tage nachdem der Jugendliche wegen diverser Delikte eine bedingte Haftstrafe von sechs Monaten ausgefasst hatte, geriet er im Dezember 2013 am Innsbrucker Hauptbahnhof in Streit mit einer Gruppe aus Osteuropa. Dabei fügte der Marokkaner einem Georgier eine sieben Zentimeter lange Wunde am Hals zu. Durch ein Messer, sagte das Opfer damals. Dem Prozess blieb der Georgier fern. Er habe sich nur gewehrt, sagte der 15-Jährige. Und das mit einem Nagelzwicker.

Diese Version glaubte Richter Andreas Fleckl nicht. Die Folge: vier Monate Haft unbedingt (nicht rechtskräftig). Zudem wurde die bedingte Strafe widerrufen. (mw)

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