Fall Lucile: Tatwaffe hilft Kripo nicht weiter

Keine DNA-Spuren an der Tatwaffe, das Handy des Opfers samt Hülle bleibt vorerst verschollen: Im Mordfall Lucile mussten die Ermittler des Landeskriminalamtes in den vergangenen Tagen und Wochen mehrere Hoffnungen begraben.

Die iPhone-Hülle, die der Kufsteiner Hanspeter Gratt in der Nähe des Tatortes entdeckt hat, gehörte nicht Mordopfer Lucile.
© Zoom Tirol

Kufstein – Besonders schmerzhaft ist dabei das Fehlen von DNA-Spuren des Mörders am Stahlrohr, das bald nach dem Mord aus dem Inn geborgen und mittlerweile als Mordwaffe identifiziert wurde. Trotz der Bemühungen der Innsbrucker Gerichtsmediziner war nach mehreren Tagen im Inn nichts mehr zu finden.

Aber auch die rosa iPhone-Hülle, die ein Kufsteiner vor etwa zwei Wochen in einem Laubhaufen in der Nähe des Tatortes fand, hilft den Ermittlern nicht weiter: „Diese Hülle ist nicht das Modell, das Lucile verwendete“, sagt Walter Pupp, Leiter des Landeskriminalamtes. Das heißt, die Handyhülle gilt wie auch das iPhone des Opfers weiterhin als verschollen. Da das Telefon noch Stunden nach dem Mord in der Nähe des Tatortes eingeloggt war, hofften die Ermittler, ein Spaziergänger habe das Beweisstück mitgenommen. Allerdings hat sich trotz Appells des Landeskriminalamtes noch niemand gemeldet und das Handy der Polizei übergeben.

Ob der Mordfall Lucile mit einem ähnlichen Verbrechen in Bayern zusammenhängt, ist fraglich. Bei Ingolstadt war es ein zwölfjähriges Mädchen, das Mitte Februar von einem einheimischen Zufalls­täter erschlagen wurde. Der Mann ist in Haft. „Wir werden uns demnächst mit Beamten der Kripo Ingolstadt treffen, um abzuklären, ob ein Zusammenhang besteht“, sagt Pupp. Von Interesse sei dabei vor allem, ob der Verdächtige in der Nacht zum 12. Jänner in Kufstein war. (tom)

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