Sri Lanka lehnte Untersuchung zu Kriegsverbrechen ab

Die Regierung fordertvon der UNO die Anerkennung für eine eigene Aufarbeitung.

Colombo – Sri Lanka lehnt UN-Untersuchungen zu mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen während des Bürgerkriegs ab. Die Vereinten Nationen würden nicht anerkennen, was Sri Lanka selbst zur Aufarbeitung leiste, erklärte die Regierung in Colombo am Dienstag. Am Vortag hatte die UN-Sonderbeauftragte Navi Pillay in einem Entwurf für den Menschenrechtsrat erklärt, die interne Aufarbeitung sei gescheitert.

Der Rat hatte Sri Lanka bereits zweimal durch eine Resolution zur Untersuchung des Bürgerkriegs gedrängt. Nächsten Monat tritt er wieder zusammen. Es wird erwartet, dass die USA eine Resolution einbringen, die internationales Handeln fordert.

Die sri-lankische Armee hatte 2009 die Rebellenorganisation LTTE („Befreiungstiger von Tamil Eelam“) besiegt, die im Norden der Insel einen eigenen Staat errichten wollte. Menschenrechtler werfen den Regierungstruppen vor, dabei Zivilisten und Krankenhäuser bombardiert zu haben. Die LTTE wird beschuldigt, Kindersoldaten rekrutiert und Zivilisten als menschliche Schutzschilde missbraucht zu haben.

Sri Lankas Regierung wirft Pillay vor, sie habe schon vor ihrer Reise auf die Insel im August eine festgelegte Meinung zu dem Thema gehabt. Sie mische sich außerdem in innere Angelegenheiten ein.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren


Schlagworte