Der Kleinste bringt große Veränderung

Mit dem neuen Aygo bringt Toyota nicht nur einen neuen Kleinstwagen, sondern findet eine neue Formensprache.

3,46 Meter lang ist die zweite Aygo-Generation, drei- und fünftürige Konfigurationen sind gesetzt, erstmals besteht die Option auf ein faltbares Stoffdach (x-wave). Als Antrieb gibt es nur einen Dreizylinder-Benziner mit 69 PS.

Einmal mehr konnte sich Toyota die Krone in der Automobilbranche sichern – im vergangenen Jahr setzte der japanische Konzern 9,98 Millionen Fahrzeuge inklusive einiger Tochtermarken ab, mehr als jeder andere Mitbewerber. Heuer sollen es den Plänen der Ostasiaten zufolge mehr als 10,3 Millionen Stück sein, die Abnehmer finden. Einige Exemplare davon werden bereits das neue Design haben, das maßgeblich auf das europäische Designzentrum in Frankreich zurückgeht. Dort entstand das Gewand für den Aygo der zweiten Generation. Der Kleinstwagen tritt mutig auf, zeigt einen x-förmigen Kühlergrill (ab Ausstattungslinie x-play), im oberen Bereich mit dem Toyota-Wappen verziert. Der Frontgrill verbindet sich oben schwungvoll mit den Frontscheinwerfern, unten mit den Nebelleuchten, flankiert vom Tagfahrlicht. Denkbar, dass die x-Form bald in anderen Baureihen zum Tragen kommt.

Der x-förmige Kühlergrill ist spannend gestaltet

Geradezu spielerisch haben sich die Designer auch um die Seiten- und Heckansicht gekümmert. Flächig verbindet sich der x-förmige Kühlergrill über die Scheinwerfer mit dem Fensterband, den Heckleuchten und der Heckklappe. Wer zur fünftürigen Variante anstelle des Dreitürers greift, muss mit Ausstellfenstern vorliebnehmen, die sich allerdings elegant mit anderen Designelementen verknüpfen.

Nicht nur außen sieht der zweite Aygo adrett aus, auch innen sprüht das Modell vor Esprit. Höhere Ausstattungslinien sind mit einem großzügig gestalteten Touchscreen versehen, der mit MirrorLink-Technik eine unkomplizierte und bedienfreundliche Smartphone-Anbindung in Aussicht stellt. Sogar eine Rückfahrkamera ist dann Bestandteil der Bestückung – was fast schon einen Luxus darstellt in einem Modell, das nur 3,46 Meter lang und 1,62 Meter hoch ist.

Eine weitere Überraschung für Aygo-Käufer steckt im Dach. Besteht Interesse, kann der Kleinstwagen mit einem faltbaren Stoffdach versehen werden (x-wave) und damit aus dem Fahrzeug per Knopfdruck ein Cabrio machen.

Keine Option besteht beim Antrieb. Frontantrieb ist ebenso gesetzt wie der 1,0-Liter-Dreizylinder-Benzinmotor, der 69 PS leistet, in 14,2 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt (in Verbindung mit einem Fünfgang-Handschalter) und maximal 160 km/h schnell ist. Den Verbrauch beziffert der Hersteller mit 4,1 Litern je 100 Kilometer, den CO2-Ausstoß mit 95 Gramm je Kilometer.

Geringfügig mehr wird es mit einem automatisierten Schaltgetriebe (x-shift), geringfügig weniger mit einer in Aussicht gestellten Eco-Variante (3,9 l/100 km, 90 g/km). Toyota verzichtet im Gegensatz zu den Kooperationspartnern Peugeot und Citroën auf den Einbau eines stärkeren 1,2-Liter-Benziners mit 82 PS.


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