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Nissan knöpft sich seinen zweiten Bestseller vor

Leicht modifiziert hat Nissan den Juke für die zweite Lebenshälfte, doch es bleibt bei der ungewöhnlichen Aufteilung der Lichtquellen.

Nach dem Qashqai-Generationswechsel ist das Facelift des Juke an der Reihe.

Das Jahr begann für Nissan mit einem großen Wurf. Der japanische Autoproduzent, seit Jahren in einer Allianz mit Renault verbunden, spendierte dem Qashqai einen Nachfolger. Der Vorgänger hatte vor allem in Europa für große Stückzahlen die Verantwortung übernommen und gilt daher als wichtiges, wenn nicht sogar wichtigstes Modell im umfassenden Sortiment des Herstellers. Dass der Crossover so eine Durchschlagskraft erzielen konnte, überraschte nicht nur Nissan, sondern auch die Konkurrenz und die Marktkenner.

Selbiges ist, auf leicht niedrigerem Niveau, auf den Juke übertragbar. Bei seinem Markteintritt fiel sein ungewöhnliches Design auf, insbesondere seine wuchtige Front, die Verteilung der Lichtquellen auf sechs Punkte und die massiv ausgestellten Radhäuser – und das bei einem Fahrzeug, das die Dimensionen eines Kleinwagens hat.

Dem Publikum gefiel das Produkt gleichwohl, Nissan gefiel das natürlich auch, da sich der Juke zu einem Bestseller entwickelte. Insofern verdient der Konzern Verständnis dafür, dass der Juke ein eher moderates Facelift für die zweite Lebenshälfte erhielt. An der Grundkonzeption hielt Nissan jedenfalls fest. Es bleibt bei den wuchtigen Radkästen und bei der eigenwilligen Verteilung von Frontscheinwerfern, Tagfahrlicht und Nebelleuchten. Gleichwohl gab es Modifikationen, betreffend den Kühlergrill, die Ausgestaltung der Frontleuchten und der Stoßfänger. Weitere Änderungen sind sichtbar am Heck, etwa bei den Leuchten und bei den Stoßfängern. Um den Einsatz von LED kommt Nissan wie die Mitbewerber nicht mehr herum.

Neuer 1,2-Liter-Turbomotor ersetzt Sauger

Beachtenswert ist die Veränderung im Motorenprogramm. Nissan hat beschlossen, den bisher eingesetzten, 117 PS starken 1,6-Liter-Vierzylinder durch ein etwas kleineres Triebwerk zu ersetzen. Das verfügt über 1,2 Liter Hubraum, leistet zwei PS weniger, aber stemmt 190 Newtonmeter maximales Drehmoment. Eine Leistungsspritze erhält außerdem das Nismo-Topmodell: Es ist nun 218 PS stark. Die Frontantriebsvariante darf nun mit 280 Newtonmetern Drehmomentmaximum prahlen, die Allradausführung mit 250 Nm. Ein weiterer Unterschied liegt im Getriebe: Die 2WD-Ausführung zählt auf einen Handschalter, die 4WD-Variante darf eine CVT-Automatik (stufenloses Getriebe) verwenden.

Neue Ausstattungsdetails für den Juke

Allgemein hat Nissan am Allradsystem gefeilt, ihm ein Torque-Vectoring-System verpasst, neue Leichtmetallfelgen entworfen, das Nissan Safety Shield mit einer 360-Grad-Kamera (Vogelperspektive) entwickelt und ein optionales Panorama­glasdach kreiert. Ein weiteres Plus: Bei den Fronttrieblern ist der Kofferraum deutlich gewachsen.