Tirol fördert erneuerbare Energien

Der Stromverbrauch in Österreich ist 2013 leicht gestiegen. Tirol setzt indes auf Energiesparen und fördert Einsparmaßnahmen.

Innsbruck –Der Stromverbrauch ist in Österreich im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent auf rund 69.600 Gigawattstunden (GWh) gestiegen. Laut der Energieregulierungsbehörde E-Control dürften dafür hauptsächlich die Haushalte und andere kleine und mittlere Verbraucher verantwortlich sein. Der Stromverbrauch der Industrie würde demnach sogar stagnieren oder rückläufig gewesen sein, interpretiert die E-Control ihre vorläufigen Zahlen. Ziel wäre es jedoch, den Energieverbrauch zu senken. E-Control-Chef Martin Graf fordert daher ein bundesweites einheitliches Energieeffizienzgesetz.

Indes haben die Tiroler Energieversorger die Werbetrommel für das Energieeffizienz-Paket 2014 gerührt. Im Fokus des fünften Pakts des Landes, der Tiwag und der regionalen Energieversorger stehen Förderungen von Energiesparmaßnahmen und erneuerbarer Energien. Mit Hilfe des Paktes sei es laut Energielandesrat Josef Geisler gelungen, den Energieverbrauch in Tirol trotz steigender Wirtschaftsleistung zu senken. Auch heuer können Tiroler damit zahlreiche Förderungen erhalten:

1 Die Wärmepumpenförderung der Tiwag wurde erneut angehoben. So kann man für elektrisch betriebene Heizungswärmepumpen mit einer Anschlussleistung von maximal 20 kW heuer mit 300 Euro die doppelte Förderung vom Vorjahr kassieren. Allerdings ist der Zuschuss mit 6000 Euro je Anlage gedeckelt. Bisher wurde die Anschaffung von rund 2300 Wärmepumpen gefördert.

2 Bei Photovoltaik wurde die Einspeisung ins öffentliche Netz für 2014 hingegen gesenkt. Weiterhin 15 Cent je Kilowattstunde (kWh) erhalten Anlagen, die bis Ende 2008 in Betrieb genommen wurden. Photovoltaikanlagen, die bis Ende 2010 ihren Betrieb aufnahmen, bekommen 12 Cent je kWh und Anlagen mit Inbetriebnahmedatum 2011 oder später 9 Cent je kWh.

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3 Elektromobilität: Wer eine Projektidee in Sachen Elektromobilität hat, wird beim Kauf von Ladestationen für Elektrofahrzeuge durch einen einmaligen Zuschuss unterstützt. Gefördert werden Ladestationen an öffentlichen Orten mit hoher Besucherfrequenz. Die Förderhöhe beträgt 50 %, höchstens jedoch 10.000 Euro. Das Stromnetz Tinetz schießt zusätzlich in ihrem Verteilernetz die gleiche Summe nach, womit ein Gesamtförderbetrag von 20.000 Euro erreicht werden kann.

4 Die Beratungsangebote wie die Stromsparbox und der virtuelle Energieberater des Landes werden weitergeführt. Einsparpotenziale gebe es laut Tiwag-Chef Bruno Wallnöfer vor allem mit der Anschaffung von neuen Haushaltsgeräten, bei der Warmwasseraufbereitung und dem sorgsamen Umgang mit Strom. (APA, ecke)


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