Kleinkind stürzte am Grazer Schloßberg sechs Meter auf Auto ab

Der 21 Monate alte Bub kletterte durch ein Geländer und stürzte auf die Motorhaube eines geparkten Autos. Er erlitt multiple Prellungen und eine Rissquetschwunde.

Symbolbild.
© TT/Murauer

Graz – Ein Kleinkind ist am Mittwoch am Grazer Schloßberg etwa sechs Meter tief durch ein Geländer auf ein geparktes Auto gestürzt. Der Aufprall auf dem Fahrzeug dürfte dem 21 Monate alten Buben das Leben gerettet haben, er kam mit multiplen Prellungen und einer Rissquetschwunde davon. Der Kleine wurde die Nacht über unter Intensivbetreuung im LKH Graz behalten, hieß es am Donnerstag seitens der Polizei.

Die 20-jährige Mutter und der Vater des Buben aus dem Bezirk Graz-Umgebung waren gemeinsam mit ihrem Nachwuchs und einer Freundin nachmittags am Schloßberg spazieren. Kurz vor 17.00 Uhr gingen sie auf einem Weg zwischen Uhrturm und dem Glockenturm „Liesl“. Plötzlich riss sich das Kind von der Hand der Mutter los und kletterte durch ein Geländer. Dann stürzte der Bub ab und landete statt am Boden auf der Motorhaube des Autos.

Rettungsmediziner Philipp Theil vom Roten Kreuz Graz war im Dienst und erklärte: „Am Weg den Schloßberg hinauf kam uns schon die Mutter und der Vater mit dem weinenden Sohn auf den Armen entgegen.“ Laut Theil waren beim Buben ein Hämatom auf der rechten Gesichtsseite sowie eine Rissquetschwunde am Kopf zu sehen.

Da bei Kindern vor allem innere Verletzungen eine unsichtbare Gefahr nach Stürzen darstellen, sei der Kleine rasch zur weiteren Untersuchung in die Kinderklinik gebracht worden. Der Bub soll noch ein bis zwei Tage zur Beobachtung im LKH Graz bleiben. Die Eltern stehen unter Schock, besonders die Mutter sei laut Theil im Rettungswagen „völlig aufgelöst“ gewesen. (APA)


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