Fuß nach Explosion amputiert

Innsbruck – Die zunächst rätselhafte Explosion Anfang Jänner in Zirl erwies sich für das Opfer als Schicksalsschlag: Nach fast zwei Monaten ...

Innsbruck –Die zunächst rätselhafte Explosion Anfang Jänner in Zirl erwies sich für das Opfer als Schicksalsschlag: Nach fast zwei Monaten in der Innsbrucker Klinik mussten die Ärzte den Kampf um das schwer verletzte Bein des 62-Jährigen aufgeben: Der rechte Fuß wurde jetzt amputiert.

Es war am Vormittag des 2. Jänner, als der Zirler Hausbesitzer den Aschebehälter bei der Gartenlaube entsorgen wollte. Für den 62-Jährigen eine Routinearbeit, die mehrmals pro Woche anfällt.

Routine, die diesmal ein fatales Ende fand. „Ich bin auf etwas draufgetreten und es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen“, schilderte der Zirler drei Wochen nach dem Unglück.

Ein verspäteter Unfall mit einem Feuerwerkskörper? Keineswegs, wie die Ermittlungen der Polizei rasch ergaben. Die Beamten stellten in der Laube, die von einem Verwandten des Opfers bewohnt wurde, neben einer Schrotflinte samt Munition verschiedene Substanzen sicher. Der Mitbewohner des Zirlers räumte auch ein, mit den Chemikalien Experimente durchgeführt zu haben. Dabei dürfte die explosive Mischung entstanden sein.

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Auch die Zirler Polizei ahnte zunächst nichts von der Gefährlichkeit der beschlagnahmten Substanzen. Die Folge: Wenige Stunden nach der Explosion mussten die Inspektion und mehrere Häuser evakuiert werden. (tom)


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