Vierablech feiert grandiose Dekade

Die hohe Kunst der böhmischen Blasmusik, gekonnt inszeniert, verhilft „Vierablech“ aus dem Unterland zu einer Erfolgsstory.

Von Hubert Trenkwalder

Kössen –Bescheidene Burschen mit dem Hang zur Perfektion, und mittlerweile eine der wichtigsten Adressen in Sachen Blasmusik, das sind Vierablech aus dem Tiroler Unterland. Inzwischen sind 10 Jahre ins Land gegangen und der Erfolgslauf der Truppe um Martin Scharnagl will nicht stoppen. Das neue Album, das sich die Männer zum Jubiläum gönnten, spiegelt Spielfreude, musikalische Kunstfertigkeit und natürlich die Neugier junger Musiker auf die Klangwelten weit über Österreich hinaus wider.

„Klarerweise sind wir glücklich über diese Entwicklung“, erzählt Martin Scharnagl. „Aus der Musikkapelle Kössen heraus hat sich das ganze Projekt entwickelt“, erinnert sich der 26-jährige Mastermind des Ensembles, der für viele Kompositionen verantwortlich zeichnet, an die Anfänge: eine Tuba, zwei Trompeten und ein Tenorhorn, also vier Blechblasinstrumente, die dem Quartett den Namen gaben. Doch schnell wurden die Möglichkeiten zu begrenzt für all die Ideen und Arrangement-Verrücktheiten, die in den Köpfen der Burschen herumgeisterten.

Mittlerweile ist die Besetzungscouch geleert, die derzeitige Crew soll es auch in Zukunft richten, ob beim „Woodstock der Blasmusik“, das auf Vierablech seit der Gründung des Festivals im Jahr 2011 nicht verzichten mag. In diesem Jahr werden in Ort im Innkreis an die 20.000 Blasmusikfans aus ganz Europa erwartet. Solche Größenordnungen wünschte sich so mancher Popstar hierzulande.

Das aktuelle Album nennt sich „10 Jahre Vierablech“ und wurde von den Protagonisten selbst produziert. Scharnagl: „Ein bunter Mix, der unsere Stärken zeigt und auch ein bisschen die Entwicklung unserer musikalischen Ausrichtung in den vergangenen Jahren aufzeigt.“

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Mitte Februar gab es einen umjubelten Jubiläumsabend in Westendorf, am 15. März wird beim legendären Dichtlwirt in Pöham/Bischofshofen noch eine offizielle CD-Präsentation folgen.

Und im Sommer kann man den Spitzenmusikanten ohnehin immer und überall begegnen – und das lohnt sich unter Garantie. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.viera-blech.at.


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